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Letztes Update: 02. Mai 2026

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Reithelm kaufen: Dein Ratgeber für Passform & Sicherheit 2026

26. März 2026•21 Min. Lesezeit
von Lisa Brandt
Reithelm kaufen: Dein Ratgeber für Passform & Sicherheit 2026

Das Wichtigste auf einen Blick

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Warum der richtige Reithelm dein wichtigster Partner im Sattel ist

Dein Pferd ist wahrscheinlich top ausgestattet: passende Gamaschen, ein guter Sattel und vielleicht sogar eine schicke Abschwitzdecke. Aber was schützt das absolut Wichtigste bei eurem gemeinsamen Hobby – deinen Kopf? Ein Sturz, selbst aus dem Stand, kann aus einer Höhe von über 1,80 Metern erfolgen und verheerende Folgen haben. Trotzdem wird gerade beim Reithelm oft gezögert oder am falschen Ende gespart. Das ist ein Risiko, das du niemals eingehen solltest.

Ein Reithelm ist weit mehr als nur ein modisches Accessoire oder eine lästige Pflicht für Turniere. Er ist deine Lebensversicherung. In dem Moment, in dem die Schwerkraft übernimmt und du die Kontrolle verlierst, ist er das Einzige, was zwischen deinem Kopf und dem harten Boden, einem Huf oder einem Hindernis steht. Moderne Reithelme sind technologische Meisterwerke, die entwickelt wurden, um die Aufprallenergie zu absorbieren und so das Risiko schwerer Kopfverletzungen drastisch zu reduzieren.

Mehr als nur eine Vorschrift: Die lebensrettende Funktion

Viele Reiter, besonders im Freizeitbereich, sehen die Helmpflicht eher locker. Doch die Statistik spricht eine klare Sprache: Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten und schwerwiegendsten Verletzungen im Reitsport. Ein Pferd ist ein Fluchttier und kann selbst in der vertrautesten Umgebung unvorhersehbar reagieren. Ein plötzliches Geräusch, ein unerwarteter Schatten – und schon kann es zu einem Sturz kommen, egal wie erfahren du bist.

Die Hauptaufgabe eines Reithelms ist es, die bei einem Aufprall entstehende Energie aufzunehmen und zu verteilen. Die Außenschale verteilt die punktuelle Kraft auf eine größere Fläche, während die innere Schicht aus expandiertem Polystyrol (EPS) wie eine Knautschzone wirkt. Sie verformt sich dauerhaft und absorbiert so die Energie, die ansonsten direkt auf deinen Schädel einwirken würde. Genau deshalb ist es auch so entscheidend, einen Helm nach einem Sturz immer auszutauschen.

Die häufigsten Irrtümer: „Mir passiert schon nichts“

„Ich reite nur im Schritt“, „Mein Pferd ist total brav“ oder „Ich habe eine gute Balance“ – diese Sätze hören wir oft. Doch sie basieren auf einer trügerischen Sicherheit. Selbst das ruhigste Pferd kann stolpern oder erschrecken. Ein Sturz muss nicht aus vollem Galopp erfolgen, um gefährlich zu sein. Die Höhe allein ist schon ein entscheidender Faktor. Ein guter Reithelm schützt dich unabhängig von der Gangart, der Disziplin oder der vermeintlichen Bravheit deines Pferdes.

Ein weiterer Irrtum ist, dass ein Fahrrad- oder Skihelm eine ausreichende Alternative darstellt. Das ist falsch und gefährlich. Reithelme sind speziell für die typischen Sturzszenarien im Reitsport konzipiert. Sie bieten einen erweiterten Schutz im Nacken- und Schläfenbereich, da Stürze vom Pferd oft anders verlaufen als beispielsweise beim Radfahren. Nur ein zertifizierter Reithelm bietet den Schutz, den du im Sattel wirklich brauchst.

Vom alten Samthelm zur Hightech-Schutzausrüstung

Erinnerst du dich noch an die schweren, mit Samt überzogenen Helme von früher? Sie boten kaum mehr als einen symbolischen Schutz. Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten war rasant. Heutige Reithelme sind das Ergebnis intensiver Forschung und strenger Sicherheitsprüfungen. Materialien wie Polycarbonat oder glasfaserverstärkter Kunststoff machen die Außenschalen extrem widerstandsfähig und gleichzeitig leicht.

Moderne Helme wiegen oft weniger als 500 Gramm, zum Beispiel der UVEX Perfexxion II mit nur 470 Gramm, und bieten dank ausgeklügelter Belüftungssysteme einen hohen Tragekomfort. Innovative Anpassungssysteme sorgen für einen perfekten Sitz, während Features wie Insektenschutzgitter oder waschbare Innenpolster den Alltag erleichtern. Der Sprung von der alten „Sturzkappe“ zum heutigen Hightech-Produkt ist gewaltig – und ein Segen für unsere Sicherheit.

Die aktuelle Sicherheitsnorm VG1 01.040: Was du wissen musst

Wenn du einen Reithelm kaufst, ist ein Kürzel entscheidend: VG1. Die Norm VG1 01.040 ist der aktuelle europäische Standard, den jeder neue Reithelm erfüllen muss, um verkauft werden zu dürfen. Sie hat die ältere Norm EN 1384 abgelöst und stellt deutlich höhere Anforderungen an die Sicherheit. Wenn du also auf der Suche nach einem neuen Helm bist, ist das VG1-Siegel dein wichtigstes Qualitätsmerkmal.

Diese Norm wurde als Übergangslösung eingeführt, nachdem die EN 1384 ihre Gültigkeit verlor, und hat sich seitdem als verlässlicher Standard etabliert. Sie schreibt verschärfte Tests in mehreren Schlüsselbereichen vor: Stoßdämpfung, Durchdringungsfestigkeit, seitliche Verformung und die Belastbarkeit des Kinnriemens. Ein Helm, der diese Prüfungen besteht, bietet einen nachweislich hohen Schutzstandard, der auf die realen Gefahren im Reitsport zugeschnitten ist.

Was bedeutet die VG1-Norm genau?

Die VG1-Norm ist keine reine Formsache, sondern bringt konkrete Verbesserungen mit sich. Ein wesentlicher Punkt ist die erhöhte Stoßdämpfung. Der Helm muss bei Tests mehr Aufprallenergie absorbieren können als nach der alten Norm. Außerdem wurde der Schutz gegen das Durchdringen von spitzen Gegenständen verbessert – ein wichtiges Kriterium bei einem Sturz auf Äste oder Hindernisteile.

Ein weiteres Merkmal, das oft direkt ins Auge fällt, ist der Helm-Schirm. Nach VG1 müssen die Schirme kürzer und flexibler sein. Der Grund dafür ist einfach: Bei einem Sturz nach vorne konnte ein starrer, langer Schirm früher leicht brechen und zu Schnittverletzungen im Gesicht führen oder durch die Hebelwirkung die Halswirbelsäule belasten. Die neuen, flexiblen Schirme minimieren dieses Risiko erheblich. Modelle wie der Kerbl Cavalliero Nerron VG 1 sind explizit nach diesem Standard gefertigt.

So erkennst du einen geprüften Helm (CE-Zeichen & Co.)

Um sicherzugehen, dass dein Helm dem aktuellen Standard entspricht, musst du einen Blick ins Innere werfen. Jeder in der EU verkaufte Reithelm muss das CE-Zeichen tragen. Dieses bestätigt, dass das Produkt den grundlegenden europäischen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen entspricht. Allein ist es aber noch kein Garant für die spezifische Reithelm-Norm.

Zusätzlich zum CE-Zeichen findest du auf einem Etikett oder Aufdruck im Helm die Angabe der erfüllten Norm. Hier muss „VG1 01.040“ stehen. Oft ist auch das Herstellungsdatum vermerkt, was dir hilft, das Alter des Helms einzuschätzen. Kaufe niemals einen Helm ohne diese Kennzeichnungen, auch nicht gebraucht. Nur so kannst du sicher sein, dass du einen geprüften und sicheren Kopfschutz erwirbst.

Warum ältere Normen nicht mehr ausreichen

Vielleicht hast du noch einen älteren Helm mit der Norm EN 1384 im Schrank. Für den privaten Gebrauch im eigenen Gelände mag dieser noch erlaubt sein, aber wir raten dir dringend davon ab. Die Sicherheitsanforderungen haben sich weiterentwickelt, und die VG1-Norm bietet einfach einen besseren Schutz. Auf Turnieren, die nach der deutschen Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) ausgetragen werden, ist ein Helm nach aktueller Norm ohnehin Pflicht.

Der technologische Fortschritt bei Materialien und Konstruktionsweisen ermöglicht heute ein höheres Schutzniveau bei gleichzeitig besserem Komfort. Ein alter Helm schützt nicht nur schlechter, er ist durch Materialermüdung über die Jahre wahrscheinlich ohnehin nicht mehr voll funktionsfähig. Deine Sicherheit sollte dir den Umstieg auf einen aktuellen Helm wert sein.

Passform ist alles: So findest du die perfekte Größe und Form

Der sicherste und teuerste Reithelm der Welt ist nutzlos, wenn er nicht richtig passt. Ein zu großer Helm kann beim Sturz verrutschen oder sogar vom Kopf fliegen, während ein zu kleiner Helm unangenehme Druckstellen verursacht und Kopfschmerzen auslösen kann. Die perfekte Passform ist daher das A und O beim Helmkauf. Nimm dir dafür ausreichend Zeit und probiere verschiedene Modelle an.

Die richtige Passform sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Komfort. Ein gut sitzender Helm wird schnell zur Selbstverständlichkeit und stört dich beim Reiten nicht. Ein schlecht sitzender Helm hingegen ist ein ständiges Ärgernis und verleitet dazu, ihn bei nächster Gelegenheit abzusetzen. Wir zeigen dir, wie du Schritt für Schritt die richtige Größe und das passende Modell für deinen Kopf findest.

Schritt-für-Schritt: Kopfumfang richtig messen

Die Grundlage für die Helmgröße ist dein Kopfumfang. Die Ermittlung ist ganz einfach und du kannst sie selbst zu Hause durchführen. Alles, was du brauchst, ist ein flexibles Maßband.

  1. Lege das Maßband etwa einen Zentimeter über deinen Augenbrauen und Ohren an.
  2. Führe es waagerecht um die breiteste Stelle deines Hinterkopfes.
  3. Das Maßband sollte anliegen, aber nicht einschneiden. Lies den Wert in Zentimetern ab.

Dieser Wert entspricht der Helmgröße. Hast du beispielsweise 57 cm gemessen, ist deine Größe 57 oder bei Größenspannen wie M (55-57 cm) die entsprechende Größe. Der UVEX exxential III deckt zum Beispiel den Bereich von 57-59 cm ab. Nutze diesen Wert als Ausgangspunkt für die Anprobe. Beachte, dass dies nur ein Richtwert ist – die Kopfform spielt eine ebenso große Rolle.

Der „Schütteltest“: So sitzt der Helm perfekt

Hast du einen Helm in deiner Größe gefunden, folgt der entscheidende Praxistest. Setze den Helm auf und schließe den Kinnriemen noch nicht. Der Helm sollte nun bereits fest auf deinem Kopf sitzen, ohne zu wackeln.

  • Der Sitz: Der Helm sollte waagerecht auf dem Kopf sitzen, die Vorderkante etwa zwei Finger breit über den Augenbrauen. Er darf nicht zu tief in die Stirn oder zu weit in den Nacken rutschen.
  • Der Schütteltest: Beuge deinen Kopf nach vorne und schüttle ihn leicht hin und her. Der Helm darf dabei nicht verrutschen oder herunterfallen. Bleibt er an seiner Position, ist die Grundpassform gut.
  • Der Drucktest: Drücke sanft gegen die Vorder- und Rückseite sowie die Seiten des Helms. Er sollte sich nur minimal bewegen und keine schmerzhaften Druckstellen erzeugen. Achte besonders auf den Bereich an den Schläfen und der Stirn.

Wenn der Helm diese Tests besteht, schließe den Kinnriemen. Er sollte so eng anliegen, dass noch etwa ein bis zwei Finger zwischen Riemen und Kinn passen. Er darf nicht am Kehlkopf drücken, sondern sollte am Kinn anliegen. Die seitlichen Riemen (die Y-Beriemung) sollten die Ohren sauber umschließen, ohne darauf zu drücken.

Ovale vs. runde Kopfform: Welcher Helm passt zu dir?

Nicht jeder Helm passt auf jeden Kopf, selbst wenn der Umfang stimmt. Die Hersteller haben oft unterschiedliche Grundformen für ihre Modelle. Manche Helme sind eher für längliche, ovale Köpfe geschnitten, andere für rundere Kopfformen. Wenn du einen Helm anprobierst und er trotz passendem Umfang an den Seiten drückt, aber an Stirn und Hinterkopf Spiel hat, ist er wahrscheinlich zu rund für dich. Drückt er hingegen an Stirn und Hinterkopf, während er an den Seiten locker sitzt, ist er zu oval.

Hier hilft nur ausprobieren. Marken wie KEP oder Samshield gelten oft als gut geeignet für rundere Köpfe, während UVEX oder Casco häufiger bei ovalen Kopfformen gut passen. Das sind aber nur grobe Richtlinien. Probiere im Reitsportfachgeschäft verschiedene Marken an, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Passform am besten zu dir passt. Ein guter Verkäufer kann dich hier optimal beraten.

Besonderheiten bei Kindern und im Wachstum

Für Kinder ist ein passender Reithelm überlebenswichtig. Da Kinderköpfe noch wachsen, neigen Eltern dazu, einen Helm „auf Zuwachs“ zu kaufen. Das ist extrem gefährlich! Ein zu großer Helm bietet keinerlei Schutz. Glücklicherweise gibt es heute hervorragende Kinderreithelme, die mitwachsen.

Modelle wie der Casco Nori verfügen über ein Verstellrad am Hinterkopf, mit dem sich die Größe stufenlos an den wachsenden Kopf anpassen lässt. Die Größe XS deckt beispielsweise einen Umfang von 50-52 cm ab. So ist über einen längeren Zeitraum ein sicherer und fester Sitz gewährleistet. Ein besonderer Vorteil des Casco Nori ist seine Mehrfach-Zertifizierung: Er ist nicht nur zum Reiten, sondern auch zum Rad- und Skifahren zugelassen – ein echter Allrounder für aktive Kinder. Auch der KEP Keppy ist ein beliebtes, hochwertiges Kindermodell, das mit einem Preis von rund 169,00 € im mittleren Segment liegt.

Material und Bauweise: Ein Blick unter die Schale

Material und Bauweise: Ein Blick unter die Schale
Material und Bauweise: Ein Blick unter die Schale

Ein moderner Reithelm ist ein komplexes Zusammenspiel aus verschiedenen Materialien und Konstruktionsweisen, die alle einem Ziel dienen: deinem maximalen Schutz. Von außen siehst du nur die schicke Schale, doch die wahre Arbeit leisten die Schichten darunter. Die Wahl des Materials und die Bauweise haben direkten Einfluss auf das Gewicht, die Belüftung und natürlich die Schutzwirkung des Helms. Wir erklären dir die wichtigsten Unterschiede, damit du weißt, was in deinem zukünftigen Helm steckt.

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In-Mold vs. Hartschale: Die Unterschiede in der Konstruktion

Bei Reithelmen haben sich hauptsächlich zwei Bauweisen durchgesetzt: die In-Mold- und die Hartschalen-Konstruktion.

  • In-Mold-Konstruktion: Hier werden die robuste Außenschale (meist aus Polycarbonat) und der stoßabsorbierende EPS-Hartschaum im Inneren in einem einzigen Arbeitsgang untrennbar miteinander verschweißt. Das Ergebnis ist eine extrem stabile, sichere und gleichzeitig sehr leichte Helmstruktur. Viele moderne, sportliche Helme nutzen diese Technologie.
  • Hartschalen-Konstruktion (Hardshell): Bei dieser klassischen Methode werden eine separate, sehr robuste Außenschale (oft aus ABS-Kunststoff oder GFK) und die innere EPS-Schale getrennt voneinander gefertigt und später zusammengefügt. Diese Helme sind oft etwas schwerer, aber extrem widerstandsfähig und langlebig.

Beide Bauweisen können die VG1-Norm erfüllen und bieten hohen Schutz. In-Mold-Helme sind oft leichter und ermöglichen größere Belüftungsöffnungen, während Hartschalenhelme als besonders robust gelten. Die Wahl ist oft eine Frage der persönlichen Vorliebe und des Einsatzbereichs.

Polycarbonat, ABS und glasfaserverstärkter Kunststoff im Vergleich

Die Außenschale ist die erste Verteidigungslinie deines Helms. Sie muss hart genug sein, um ein Durchdringen zu verhindern, und die Aufprallenergie verteilen. Dafür kommen verschiedene Kunststoffe zum Einsatz.

  • Polycarbonat: Dieses Material ist sehr schlagfest und gleichzeitig leicht. Es wird häufig bei In-Mold-Helmen verwendet und ermöglicht schlanke, sportliche Designs.
  • ABS-Kunststoff: Acrylnitril-Butadien-Styrol ist ein sehr robuster und kostengünstiger Kunststoff, der oft bei Hartschalenhelmen im Einsteiger- und Mittelklassebereich zum Einsatz kommt. Er ist etwas schwerer als Polycarbonat.
  • Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK): Dieses Material, wie es beim Kerbl Cavalliero Nerron VG 1 verwendet wird, ist extrem stabil und widerstandsfähig. Helme aus GFK sind sehr langlebig, bringen aber oft ein höheres Gewicht mit sich. Der genannte Helm wiegt beispielsweise 650 Gramm, während leichtere Modelle oft unter 500 Gramm liegen.

Das Innenleben: Polsterung, Belüftung und Hygiene

Das Innenleben des Helms ist entscheidend für Komfort und Hygiene. Eine gute Polsterung sorgt dafür, dass der Helm angenehm sitzt und keine Druckstellen entstehen. Bei vielen modernen Helmen, wie dem Covalliero Elite, ist das Innenfutter herausnehmbar und waschbar. Das ist ein riesiger Vorteil, denn so kannst du Schweiß und Schmutz einfach in der Waschmaschine entfernen und hast immer ein frisches Gefühl auf dem Kopf.

Ein weiteres wichtiges Komfortmerkmal ist die Belüftung. Gerade im Sommer kann es unter dem Helm schnell sehr heiß werden. Integrierte Belüftungsschlitze und -kanäle sorgen für eine stetige Luftzirkulation und helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Hochwertige Helme wie der UVEX Perfexxion II haben sogar spezielle Schutzgitter vor den Öffnungen, die das Eindringen von Insekten während des Reitens verhindern – ein kleines Detail mit großer Wirkung.

Wichtige Ausstattungsmerkmale im Vergleich

Wichtige Ausstattungsmerkmale im Vergleich
Wichtige Ausstattungsmerkmale im Vergleich

Neben Sicherheit und Passform gibt es eine Reihe von Ausstattungsmerkmalen, die den Komfort und die Handhabung eines Reithelms erheblich verbessern können. Von der Art des Verstellsystems über die Belüftung bis hin zu kleinen, aber feinen Extras – diese Details entscheiden oft darüber, ob du deinen Helm gerne trägst oder ihn als störend empfindest. Wir stellen dir die wichtigsten Merkmale vor, auf die du beim Kauf achten solltest.

Anpassungssysteme: Drehrad, Gurtband und Co.

Ein gutes Anpassungssystem ist entscheidend für den perfekten Sitz. Die meisten modernen Helme verfügen über ein Verstellrad am Hinterkopf. Damit lässt sich der Helm stufenlos an den Kopfumfang anpassen, was für einen festen und sicheren Halt sorgt. Modelle wie der Covalliero Elite bieten eine solche stufenlose Anpassung.

Ebenso wichtig ist die Beriemung. Eine 4-Punkt-Beriemung, wie sie beispielsweise der UVEX exxential III besitzt, gilt als besonders sicher, da sie den Helm stabil am Kopf fixiert. Die Riemen sollten leicht verstellbar sein, damit du sie optimal an deine Kopfform anpassen kannst. Achte darauf, dass die seitlichen Gurtbänder die Ohren frei lassen und der Kinnverschluss einfach zu bedienen ist, aber sicher schließt.

Belüftung: Ein kühler Kopf an heißen Tagen

Wer schon einmal im Hochsommer mit einem schlecht belüfteten Helm geritten ist, weiß ein gutes Ventilationssystem zu schätzen. Große, strategisch platzierte Belüftungsöffnungen an der Vorderseite, Oberseite und Rückseite des Helms schaffen einen Luftstrom, der kühle Luft herein- und warme, feuchte Luft herausleitet. Dies erhöht den Tragekomfort enorm und hilft dir, dich voll auf das Reiten zu konzentrieren.

Die Effektivität der Belüftung hängt von der Anzahl, Größe und Position der Öffnungen ab. Sportliche Modelle sind hier oft im Vorteil. Wie bereits erwähnt, bieten einige Helme wie der UVEX Perfexxion II zusätzlich ein Insektenschutzgitter, was besonders bei Ausritten im Sommer sehr angenehm ist.

Schirm-Design: Flexibel für mehr Sicherheit

Der Schirm eines Reithelms dient nicht nur als Sonnen- und Regenschutz, er ist auch ein Sicherheitsfaktor. Wie unter der VG1-Norm beschrieben, sind die Schirme moderner Helme bewusst flexibel und kürzer gestaltet. Sie sollen bei einem Sturz nachgeben oder abbrechen, anstatt zu splittern und Verletzungen zu verursachen. Achte beim Kauf darauf, dass der Schirm fest sitzt, aber diese Flexibilität aufweist. Bei manchen Helmen, insbesondere im Vielseitigkeitssport, wird ein fester, sehr kurzer Schirm bevorzugt oder ganz darauf verzichtet.

Komfort-Extras: Von Winter-Ohrenpads bis Insektenschutz

Viele Hersteller bieten nützliche Zusatzausstattungen an, die den Helm noch vielseitiger machen. Für die kalte Jahreszeit gibt es beispielsweise spezielle Winter-Ohrenpads, die einfach am Helm befestigt werden können und deine Ohren warm halten. Ein waschbares Innenpolster sollte heute Standard sein und trägt maßgeblich zur Hygiene bei.

Einige Helme sind zudem explizit als für Brillenträger geeignet ausgewiesen. Modelle wie der UVEX Perfexxion II oder der Casco Nori haben oft eine spezielle Aussparung im Bereich der Schläfen, sodass die Brillenbügel nicht unangenehm drücken. Wenn du Brillenträger bist, solltest du deinen Helm unbedingt mit deiner Brille anprobieren.

Reithelm-Modelle im Überblick: Von Einsteiger bis Profi

Der Markt für Reithelme ist riesig und die Preisspanne reicht von unter 70 Euro bis hin zu über 1.000 Euro. Wichtig zu wissen ist: Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit. Auch günstigere Modelle können die strengen Anforderungen der VG1-Norm erfüllen und bieten somit einen zuverlässigen Schutz. Der Preisunterschied ergibt sich oft aus den verwendeten Materialien, dem Design, dem Markenimage und zusätzlichen Komfortmerkmalen. Wir geben dir einen Überblick über verschiedene Preiskategorien.

Günstige und sichere Einsteigermodelle

Für Einsteiger oder Reiter mit einem kleineren Budget gibt es zahlreiche sichere und zertifizierte Helme. Modelle wie der Imperial Riding Reithelm IRHOlania Classic für rund 70 € oder der Waldhausen Reithelm Swing H22 shine für ca. 88 € bieten bereits alles, was für die Sicherheit notwendig ist: eine VG1-Zertifizierung, ein Verstellsystem und eine funktionale Belüftung. Sie sind der beste Beweis dafür, dass Sicherheit nicht teuer sein muss. Bei diesen Helmen wird oft auf aufwendige Designs oder High-End-Materialien verzichtet, die Schutzfunktion ist aber voll gewährleistet.

Die Allrounder der Mittelklasse

Im mittleren Preissegment zwischen etwa 100 und 250 Euro findest du eine riesige Auswahl an Allrounder-Helmen, die hohe Sicherheit mit sehr gutem Komfort und ansprechendem Design verbinden. Ein Paradebeispiel ist der UVEX exxential III für rund 149 €. Er ist sehr leicht, verfügt über eine exzellente Belüftung und eine sichere 4-Punkt-Beriemung. Auch Modelle von Marken wie Covalliero oder Casco sind in dieser Kategorie stark vertreten.

Diese Helme sind oft die perfekte Wahl für ambitionierte Freizeitreiter und Turniereinsteiger. Sie bieten fortschrittliche Features wie waschbare Polster, hochwertige Anpassungssysteme und ein geringes Gewicht, ohne das Budget zu sprengen.

High-End-Helme für Turnier und Design-Liebhaber

Im oberen Preissegment finden sich Helme, die in puncto Design, Individualisierung und Materialtechnologie keine Wünsche offenlassen. Marken wie KEP Italia oder Samshield sind hier führend. Der KEP Reithelm Cromo 2.0 Textile Crystal kann beispielsweise bis zu 947 € kosten. Diese Helme zeichnen sich durch edle Materialien, Swarovski-Verzierungen, austauschbare Front-Inlays und oft ein besonders geringes Gewicht aus.

Auch technologisch sind diese Helme oft Vorreiter, etwa mit extrem effizienten Belüftungssystemen. Der UVEX Elexxion Tocsen für rund 199 € bringt sogar ein smartes Notrufsystem mit. Ob sich der hohe Aufpreis lohnt, ist eine persönliche Entscheidung. Die grundlegende Schutzfunktion nach VG1 bieten auch günstigere Helme.

Spezielle Helme für Kinder

Wie bereits erwähnt, ist bei Kindern die richtige, mitwachsende Passform entscheidend. Der Casco Nori (ca. 453 g schwer) ist hier ein herausragendes Beispiel. Er ist nicht nur größenverstellbar, sondern auch für mehrere Sportarten zertifiziert, was ihn besonders vielseitig macht. Mit einem Preis im mittleren Bereich bietet er ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Sicherheit der Kleinsten. Für Eltern, die auch beim Kinderhelm auf Premium-Design und -Marke setzen, ist der KEP Keppy für rund 169 € eine stilvolle Alternative.

Pflege, Lagerung und Lebensdauer: Wann muss ein neuer Helm her?

Pflege, Lagerung und Lebensdauer: Wann muss ein neuer Helm her?
Pflege, Lagerung und Lebensdauer: Wann muss ein neuer Helm her?

Ein Reithelm ist ein sicherheitsrelevantes Verschleißteil. Selbst der beste Helm schützt nur dann zuverlässig, wenn er intakt ist und richtig behandelt wird. Die richtige Pflege, eine sachgemäße Lagerung und das Wissen um die begrenzte Lebensdauer sind entscheidend für deine Sicherheit. Viele Reiter unterschätzen, wie schnell ein Helm seine Schutzfunktion verlieren kann – oft sogar unsichtbar.

Die goldene Regel: Nach jedem Sturz austauschen!

Dies ist die wichtigste Regel von allen und sie ist nicht verhandelbar: Ein Reithelm muss nach jedem Sturz, bei dem er einen Stoß abbekommen hat, ausgetauscht werden. Das gilt auch, wenn er dir nur aus der Hand auf einen harten Boden gefallen ist. Von außen mag der Helm unbeschädigt aussehen, aber im Inneren können in der stoßabsorbierenden EPS-Schicht feine Haarrisse entstanden sein.

Diese Mikrorisse sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, aber sie zerstören die Struktur des Materials. Bei einem erneuten Aufprall kann der Helm die Energie nicht mehr wie vorgesehen aufnehmen und die Schutzwirkung ist massiv beeinträchtigt oder gar nicht mehr vorhanden. Den Helm nach einem Sturz weiterzuverwenden, ist wie russisches Roulette zu spielen. Deine Gesundheit ist mehr wert als die Kosten für einen neuen Helm.

Richtige Reinigung und Pflege für eine lange Haltbarkeit

Damit dein Helm lange ansehnlich und hygienisch bleibt, solltest du ihn regelmäßig pflegen. Die Außenschale kannst du einfach mit einem feuchten Tuch und milder Seifenlauge reinigen. Verwende niemals scharfe Reinigungs- oder Lösungsmittel, da diese den Kunststoff angreifen können.

Das Innenfutter ist der Teil, der am meisten mit Schweiß in Berührung kommt. Idealerweise hast du einen Helm mit herausnehmbarem Futter, das du regelmäßig gemäß der Waschanleitung waschen kannst. Wenn das Futter nicht herausnehmbar ist, kannst du spezielle Helm-Reinigungssprays verwenden, die desinfizierend wirken und Gerüche neutralisieren. Lasse den Helm nach der Reinigung immer vollständig an der Luft trocknen, aber lege ihn nicht auf die Heizung oder in die pralle Sonne.

Die „5-Jahres-Regel“: Wann das Material ermüdet

Auch ohne Sturz hat ein Reithelm eine begrenzte Lebensdauer. Als Faustregel empfehlen Experten und Hersteller, einen Reithelm nach etwa fünf Jahren auszutauschen. Der Grund dafür ist die Materialermüdung. Die Kunststoffe, insbesondere die EPS-Innenschale, werden durch UV-Strahlung, Schweiß, Temperaturschwankungen und mechanische Beanspruchung mit der Zeit spröde und verlieren ihre dämpfenden Eigenschaften.

Das Herstellungsdatum findest du meist auf einem Aufkleber im Inneren des Helms. Orientiere dich an diesem Datum. Ein Helm, der jahrelang im Laden lag, hat bereits einen Teil seiner Lebensdauer hinter sich. Die Investition in einen neuen Helm alle paar Jahre ist eine Investition in deine eigene Sicherheit.

Besondere Anforderungen: Reithelme für Brillenträger und spezielle Disziplinen

Die meisten Reiter kommen mit einem guten Allround-Helm bestens zurecht. Es gibt jedoch Situationen und Anforderungen, bei denen spezielle Eigenschaften gefragt sind. Ob du Brillenträger bist, eine bestimmte Disziplin wie Westernreiten ausübst oder an den neuesten technologischen Entwicklungen interessiert bist – der Markt bietet auch für diese Bedürfnisse passende Lösungen.

Worauf Brillenträger beim Helmkauf achten sollten

Für Brillenträger kann die Helmsuche zur Herausforderung werden. Ein Helm, der auf die Bügel der Brille drückt, ist nicht nur unbequem, sondern kann auch den sicheren Sitz des Helms beeinträchtigen. Glücklicherweise haben viele Hersteller dieses Problem erkannt. Einige Modelle sind explizit als „brillentauglich“ gekennzeichnet.

Diese Helme, wie der UVEX Perfexxion II oder der Casco Nori, haben oft eine kleine Aussparung oder eine weichere Polsterung im Bereich der Schläfen. Dadurch haben die Brillenbügel genug Platz und es entstehen keine Druckstellen. Wenn du eine Brille trägst, ist es unerlässlich, dass du deinen neuen Helm zusammen mit deiner Brille anprobierst. Nur so kannst du sicherstellen, dass beides zusammen bequem und sicher passt.

Helme für Westernreiter, Vielseitigkeit und Dressur

Während die Sicherheitsnorm für alle Disziplinen gleich ist, gibt es stilistische und funktionale Unterschiede. Im Dressurviereck sind oft klassisch-elegante Helme mit dezentem Design oder edlen Applikationen beliebt. Im Springsport stehen sportliche Designs und eine exzellente Belüftung im Vordergrund.

In der Vielseitigkeit werden oft Helme mit einem fest integrierten, kurzen Schirm bevorzugt, da dieser im Gelände weniger stört und als sicherer gilt. Für Westernreiter, die traditionell oft nur einen Hut tragen, gibt es mittlerweile spezielle Helme im Western-Look oder sogenannte „Hut-Helme“, die die Optik eines Cowboyhuts mit der Sicherheit eines zertifizierten Reithelms kombinieren. Egal für welche Disziplin, die Sicherheit nach VG1-Norm sollte immer an erster Stelle stehen.

Smarte Helme mit Notrufsystem: Die Zukunft der Sicherheit?

Die Technologie macht auch vor Reithelmen nicht halt. Sogenannte „smarte Helme“ sind mit Sensoren ausgestattet, die einen Sturz erkennen können. Ein Beispiel hierfür ist der UVEX Reithelm Elexxion Tocsen. Dieser Helm hat einen integrierten Sturzsensor, der über eine App mit deinem Smartphone verbunden ist.

Im Falle eines schweren Sturzes sendet das System automatisch eine Notfall-SMS mit deinen GPS-Koordinaten an zuvor definierte Notfallkontakte. Reagierst du nach dem Sturz nicht auf eine Abfrage der App, wird der Notruf abgesetzt. Besonders für Reiter, die oft allein im Gelände unterwegs sind, kann ein solches System ein unschätzbares Sicherheitsplus bedeuten und im Ernstfall lebensrettend sein. Mit einem Preis von rund 199 € ist diese Technologie inzwischen auch erschwinglich geworden.

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Wichtige Hinweise

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen immer einen qualifizierten Arzt. Ändern Sie niemals eigenständig Ihre Medikation oder Behandlung.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Auch ohne Sturz hat ein Reithelm eine begrenzte Lebensdauer, da die Materialien mit der Zeit ermüden. UV-Strahlung, Schweiß und Temperaturschwankungen setzen dem Kunststoff und der stoßdämpfenden EPS-Innenschale zu, auch wenn man es von außen nicht sieht. Die meisten Hersteller empfehlen daher, einen Reithelm nach etwa fünf Jahren regelmäßiger Nutzung auszutauschen. Orientiere dich am besten am Herstellungsdatum im Inneren des Helms, um auf der sicheren Seite zu sein.

Die richtige Pflege ist entscheidend für die Langlebigkeit deines Helms. Lagere ihn immer an einem trockenen, kühlen Ort und vermeide extreme Hitze, wie sie im Auto entsteht, da dies das Material beschädigen kann. Reinige die Außenschale nur mit Wasser und milder Seife, niemals mit scharfen Lösungsmitteln. Viele moderne Helme haben ein herausnehmbares Innenfutter, das du regelmäßig waschen kannst, um es hygienisch zu halten.

Davon raten wir dir dringend ab, auch wenn es verlockend klingt. Du kannst nie sicher sein, ob der Helm bereits einen Sturz hatte und unsichtbare Haarrisse in der Schale oder im Dämpfungsmaterial aufweist. Zudem passt sich das Innenpolster an den Kopf des Vorbesitzers an, wodurch die optimale Passform für dich nicht mehr gewährleistet ist. Deine Sicherheit ist unbezahlbar, investiere daher immer in einen neuen, unbenutzten Helm.

MIPS steht für 'Multi-directional Impact Protection System' und ist eine zusätzliche Sicherheitstechnologie. Es handelt sich um eine reibungsarme Schicht im Inneren des Helms, die bei einem schrägen Aufprall eine kleine Rotationsbewegung zwischen Helm und Kopf zulässt. Diese Bewegung kann die schädlichen Rotationskräfte, die auf das Gehirn wirken und zu schweren Verletzungen führen können, deutlich reduzieren. Ein Helm mit MIPS bietet also einen erhöhten Schutz und ist eine sehr sinnvolle Investition in deine Sicherheit.

Als Brillenträger solltest du den Helm unbedingt mit deiner Brille anprobieren. Achte darauf, dass die Helmseiten keinen unangenehmen Druck auf die Brillenbügel oder deine Schläfen ausüben. Einige Modelle sind speziell für Brillenträger konzipiert und haben kleine Aussparungen im Polster. Der Helm darf deine Brille weder auf die Nase schieben noch darf die Brille den sicheren Sitz des Helms beeinträchtigen.

Hier ist große Vorsicht geboten, denn die Lösungsmittel in Farben oder Klebstoffen können das Material der Helmschale angreifen und deren Schutzfunktion beeinträchtigen. Diese Schäden sind oft mit bloßem Auge nicht sichtbar, können im Falle eines Sturzes aber gravierende Folgen haben. Wenn du deinen Helm individualisieren möchtest, nutze lieber spezielle Helmüberzüge oder wähle ein Modell, das vom Hersteller für eine individuelle Gestaltung freigegeben ist.

Quellen & Weiterführende Links

Dieser Artikel basiert auf 5 vertrauenswürdigen Quellen. Alle Fakten und Statistiken wurden neu formuliert und in eigenen Worten wiedergegeben.

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Reithelm Test und Vergleich 2026 | WELT.de

welt.de

2

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Lisa Brandt
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Pferdeliebhaberin seit Kindertagen und Autorin auf pferdekumpel.de. Lisa vereint ihre langjährige Erfahrung als Reiterin und Pferdebesitzerin mit fundiertem Wissen über artgerechte Haltung, Pferdegesundheit und Reitsport. Als Fachautorin und passionierte Dressurreiterin liegt ihr Fokus auf praxisnaher Wissensvermittlung — von der richtigen Ausrüstung über Pferdeernährung bis hin zu Trainingstipps für Reiter aller Levels.

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