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Letztes Update: 02. Mai 2026

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Reithosen Kaufberatung 2026: Grip, Besatz & Materialien

30. März 2026•26 Min. Lesezeit
von Lisa Brandt
Reithosen Kaufberatung 2026: Grip, Besatz & Materialien

Das Wichtigste auf einen Blick

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Grip, Vollbesatz oder Kniebesatz? Die große Besatz-Frage geklärt

Grip, Vollbesatz oder Kniebesatz? Die große Besatz-Frage geklärt
Grip, Vollbesatz oder Kniebesatz? Die große Besatz-Frage geklärt

Stehst du auch manchmal ratlos vor dem riesigen Regal mit Reithosen und fragst dich, wo genau der Unterschied liegt? Du bist nicht allein! Die Wahl des richtigen Besatzes ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Kauf einer Reithose, denn sie beeinflusst deinen Halt im Sattel, deine Bewegungsfreiheit und nicht zuletzt auch die Langlebigkeit deiner Hose. Ob du dich für Vollbesatz, Kniebesatz oder den modernen Grip-Besatz entscheidest, hängt stark von deiner bevorzugten Reitdisziplin und deinen persönlichen Vorlieben ab.

Früher war die Welt einfach: Es gab Hosen mit Kniebesatz für die Springreiter und solche mit Vollbesatz für die Dressurreiter. Heute ist die Vielfalt dank innovativer Materialien und Technologien riesig. Jede Variante hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die wir dir hier genau erklären. So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen, die perfekt zu dir und deinem Pferd passt und dir im Sattel das bestmögliche Gefühl gibt.

Vollbesatz: Der Klassiker für maximalen Halt und Stabilität

Die Vollbesatz-Reithose ist der unangefochtene Klassiker, besonders in der Dressur. Wie der Name schon sagt, erstreckt sich der Besatz hier vom Gesäß über die gesamte Beininnenseite bis hinunter zu den Knöcheln. Traditionell wurde dafür Wildleder oder Kunstleder verwendet. Der Hauptvorteil liegt auf der Hand: Der Vollbesatz sorgt für eine große Kontaktfläche zum Sattel und bietet dadurch maximalen Halt und einen ruhigen, stabilen Sitz. Das hilft dir, feinere Hilfen zu geben und eine harmonische Verbindung zu deinem Pferd aufzubauen.

Modelle mit Vollbesatz gelten oft als besonders langlebig und robust. Vor allem Besätze aus hochwertigem Kunstleder sind widerstandsfähig gegen Abrieb und halten auch intensivem Training stand. Während klassische Lederbesätze eine gewisse Steifigkeit mit sich bringen können, sind moderne Vollbesatzhosen aus flexiblen Materialien gefertigt, die eine gute Bewegungsfreiheit ermöglichen. Wenn du also Wert auf einen sicheren, festen Sitz legst und hauptsächlich im Dressursattel unterwegs bist, ist eine Vollbesatz-Reithose eine exzellente Wahl.

Kniebesatz: Mehr Bewegungsfreiheit für Spring- und Freizeitreiter

Im Gegensatz zum Vollbesatz ist bei einer Kniebesatz-Reithose nur der Bereich an der Innenseite der Knie verstärkt. Diese Variante ist die traditionelle Wahl für Spring- und Vielseitigkeitsreiter. Der Grund dafür ist die erhöhte Flexibilität im Hüft- und Oberschenkelbereich. Beim Reiten im leichten Sitz oder über einem Sprung benötigst du mehr Bewegungsfreiheit, um deinen Körper optimal an die Bewegung des Pferdes anzupassen. Ein Vollbesatz könnte hier einschränkend wirken.

Der Kniebesatz gibt dir genau dort Halt, wo du ihn am meisten brauchst: am Knie, das als wichtiger Kontaktpunkt zum Sattelblatt dient. Viele Freizeitreiter, die gerne ins Gelände gehen oder vielseitig arbeiten, schätzen ebenfalls die Freiheit, die eine Kniebesatzhose bietet. Oft werden diese Modelle auch als Einstiegshosen genutzt, da sie tendenziell etwas günstiger sind als Vollbesatz-Varianten. Wenn du also regelmäßig springst, im leichten Sitz reitest oder einfach ein freieres Gefühl im Sattel bevorzugst, ist eine Reithose mit Kniebesatz ideal für dich.

Grip-Besatz: Die moderne Revolution im Sattel

Seit einigen Jahren hat der Grip-Besatz die Reitwelt im Sturm erobert. Statt einer durchgehenden Fläche aus Lederimitat wird hier eine Beschichtung aus Silikon oder Polyurethan auf den Stoff aufgebracht, oft in Form von Punkten, Streifen oder Mustern. Es gibt sowohl Grip-Reithosen mit Kniebesatz als auch mit Vollbesatz. Der entscheidende Vorteil: Grip bietet eine enorme Haftung im Sattel, fast wie ein „Kleb-Effekt“, ohne dabei die Flexibilität des hochatmungsaktiven und elastischen Grundmaterials einzuschränken.

Diese Kombination aus Halt und Komfort macht Grip-Reithosen bei Reitern aller Disziplinen extrem beliebt. Du profitierst von einem sicheren Sitz, ohne dich eingeengt zu fühlen. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Grip-Besätze, insbesondere aus reinem Silikon, sind anfälliger für Abrieb als klassische Kunstlederbesätze. Wie wir später noch sehen werden, spielt die Qualität und das Material des Grips eine entscheidende Rolle für die Haltbarkeit. Für Reiter, die maximalen Halt bei höchster Bewegungsfreiheit suchen, ist eine Grip-Reithose die modernste und oft auch bequemste Lösung.

💡

Fakt

Vollbesatzmodelle zeichnen sich durch eine längere Lebensdauer und einen stabileren Sitz aus, während Kniebesatzhosen oft als Einstiegsmodelle genutzt werden.

Diese Unterscheidung ist für Reiter von zentraler Bedeutung. Der Vollbesatz, der sich vom Gesäß bis zu den Knien erstreckt, bietet eine große Kontaktfläche zum Sattel und sorgt so für einen sehr ruhigen, stabilen Sitz. Das ist besonders in der Dressur erwünscht, wo ein ausbalancierter und unbeweglicher Sitz das A und O ist. Kniebesatzhosen hingegen bieten nur an der Innenseite der Knie Verstärkung. Dies gewährt dem Reiter mehr Bewegungsfreiheit im Becken und Oberschenkelbereich, was beim Springreiten oder im Gelände vorteilhaft ist, um den Bewegungen des Pferdes flexibler folgen zu können. Für Einsteiger sind Kniebesatzhosen oft eine gute Wahl, da sie preisgünstiger sind und ausreichen, um ein erstes Gefühl für den Halt im Sattel zu entwickeln.

📍 Quelle: pferde-tipps.de

Das Material-Duell: Silikon-Grip vs. Kunstleder-Besatz

Das Material-Duell: Silikon-Grip vs. Kunstleder-Besatz
Das Material-Duell: Silikon-Grip vs. Kunstleder-Besatz

Die Wahl des Besatzmaterials ist mehr als nur eine Frage der Optik. Sie entscheidet über Haltbarkeit, Pflegeaufwand und das Reitgefühl. Während Kunstleder seit Jahrzehnten der bewährte Standard ist, hat der moderne Grip-Besatz eine neue Ära eingeläutet. Doch was ist wirklich besser? Die Antwort ist nicht so einfach, denn beide Materialien haben klare Stärken und Schwächen. Es kommt darauf an, was du von deiner Reithose erwartest: maximale Haftung um jeden Preis oder robuste Langlebigkeit für den täglichen Einsatz?

In Labortests zeigt sich ein deutliches Bild: Klassische Besätze halten mechanischer Belastung oft länger stand, während Grip-Materialien mit unschlagbarer Haftung punkten. Laut einer Untersuchung des Fachmagazins CAVALLO, bei der Reithosen bis zu 30.000 Scheuerzyklen ausgesetzt wurden, zeigten sich deutliche Unterschiede. Wir schauen uns die Materialien im Detail an, damit du weißt, worauf du dein Geld setzt.

Silikon- und Polyurethan-Grip: Vor- und Nachteile des „Kleb-Effekts“

Grip-Besätze bestehen meist aus Silikon oder Polyurethan (PU). Sie werden in flüssiger Form auf das Textil aufgetragen und thermisch fixiert. Das Ergebnis ist eine extrem rutschfeste Oberfläche, die dir im Sattel ein sehr sicheres Gefühl gibt. Der große Vorteil ist, dass das hochelastische Grundgewebe der Reithose seine Flexibilität behält. Du hast also bombenfesten Halt und gleichzeitig volle Bewegungsfreiheit – eine unschlagbare Kombination.

Die Nachteile liegen in der Haltbarkeit. Besonders reiner Silikon-Grip kann sich bei intensiver Nutzung abreiben. In einem Belastungstest war bei der Hälfte der untersuchten Grip-Hosen der Besatz nach dem Testzyklus vollständig abgenutzt. Besser schneiden hier Beschichtungen aus Polyurethan ab, die als widerstandsfähiger gegen Abrieb gelten. Modelle von Marken wie Pikeur und Cavallo, die auf PU-Besatz setzen, erwiesen sich in Tests als besonders langlebig. Ein weiterer Punkt: Minderwertiger Grip kann auf empfindlichem Sattelleder eine Art „Radiergummi-Effekt“ haben und unschöne Spuren hinterlassen. Auch die Form des Grips spielt eine Rolle: Feine Zickzack-Muster oder Glitzer-Applikationen können die Struktur schwächen und ein schnelleres Ablösen begünstigen, während großflächigere Muster oft haltbarer sind.

Kunstleder und Lederimitat: Der robuste Allrounder

Kunstleder, oft auch als Lederimitat bezeichnet, ist der bewährte Klassiker für Reithosenbesätze. Es besteht in der Regel aus einem textilen Trägermaterial, das mit einer Kunststoffschicht (meist Polyurethan) überzogen wird. Dieses Material imitiert die Optik und Haptik von echtem Wildleder, ist aber deutlich pflegeleichter und günstiger in der Herstellung. Der größte Vorteil von Kunstlederbesätzen ist ihre hohe Strapazierfähigkeit. In Langzeittests zeigen sie eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb als viele moderne Grip-Beschichtungen.

Eine Reithose mit Kunstlederbesatz ist eine verlässliche Begleiterin für den täglichen Stallalltag. Sie bietet einen guten, soliden Halt im Sattel, ohne das Gefühl zu vermitteln, „festzukleben“. Das ermöglicht feine Korrekturen im Sitz. Zudem ist das Material sehr pflegeleicht: Die meisten Hosen können problemlos bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden, ohne dass der Besatz Schaden nimmt. Wenn du also eine langlebige, robuste und unkomplizierte Reithose suchst, die ein traditionelles Reitgefühl vermittelt, ist ein Modell mit hochwertigem Kunstlederbesatz eine ausgezeichnete Wahl.

Echtleder-Besatz: Tradition trifft auf Langlebigkeit (mit Pflegeaufwand)

Echtleder, meist in Form von gewaschenem Wildleder, war über viele Jahre das Nonplusultra für Reithosenbesätze. Es ist ein Naturprodukt, das für seine extreme Langlebigkeit und Atmungsaktivität geschätzt wird. Ein gut gepflegter Echtlederbesatz kann Jahre halten und entwickelt mit der Zeit eine individuelle Passform. Das Material bietet einen sehr guten, natürlichen Halt im Sattel und ein unvergleichliches Reitgefühl, das viele erfahrene Reiter schätzen.

Allerdings hat die Tradition ihren Preis – und zwar nicht nur beim Kauf. Echtlederbesätze sind deutlich pflegeintensiver als ihre synthetischen Pendants. Sie dürfen nicht mit herkömmlichem Waschmittel gewaschen werden, da dieses dem Leder die natürlichen Fette entzieht und es hart und brüchig macht. Stattdessen ist ein spezielles Lederwaschmittel erforderlich. Nach der Wäsche muss der Besatz oft vorsichtig in Form gezogen und manchmal sogar mit einer speziellen Pflege rückgefettet werden, um seine Geschmeidigkeit zu erhalten. Aufgrund dieses hohen Pflegeaufwands und der Verfügbarkeit exzellenter Kunstleder-Alternativen sind Reithosen mit Echtlederbesatz heute seltener und eher im Premium-Segment zu finden.

📊

Statistik

50%

Anteil der Grip-Hosen, deren Besatz nach dem Test vollständig abgenutzt war

Diese Zahl aus dem Labortest des Fachmagazins CAVALLO ist ein entscheidender Weckruf für Käufer. Sie verdeutlicht den Kompromiss, den man bei Grip-Reithosen eingeht: Man tauscht unübertroffenen Halt gegen eine potenziell kürzere Lebensdauer. Dass bei der Hälfte der getesteten Modelle der Grip-Besatz nach intensiver Simulation von Reibung komplett abgenutzt war, zeigt, dass dieses Material bei täglichem, intensivem Gebrauch schneller an seine Grenzen stößt als traditionelles Kunstleder. Für Reiter bedeutet das: Wer täglich mehrere Stunden reitet, muss bei Grip-Hosen mit einem häufigeren Neukauf rechnen. Für Turnierreiter, die die Hose nur für Wettkämpfe nutzen, mag der maximale Halt wichtiger sein als die Langlebigkeit.

📍 Quelle: cavallo.de

Stoffkunde für Reiter: Welche Materialien machen eine gute Reithose aus?

Neben dem Besatz ist das Grundmaterial der Reithose entscheidend für deinen Komfort. Eine gute Reithose muss viel leisten: Sie soll atmungsaktiv sein, damit du nicht übermäßig schwitzt, elastisch, um jede Bewegung mitzumachen, und gleichzeitig formstabil, damit sie auch nach vielen Stunden im Sattel noch gut sitzt. Moderne Reithosen sind wahre High-Tech-Produkte, bei denen verschiedene Fasern geschickt kombiniert werden, um die besten Eigenschaften zu vereinen.

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Die Zeiten, in denen Reithosen aus steifem, unbequemem Stoff gefertigt wurden, sind zum Glück lange vorbei. Heute dominieren innovative Materialmischungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Reitern zugeschnitten sind. Von klassischen Baumwollmischungen bis hin zu synthetischen Funktionsfasern mit 4-Wege-Stretch – wir erklären dir, welche Materialien was können und worauf du je nach Jahreszeit und Einsatzzweck achten solltest.

Baumwolle und Mischgewebe: Atmungsaktiv und hautfreundlich

Baumwolle ist eine Naturfaser, die für ihre hohe Atmungsaktivität und ihr angenehmes Tragegefühl auf der Haut bekannt ist. Gerade für Reiter mit empfindlicher Haut ist ein hoher Baumwollanteil oft die erste Wahl. Das Material kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, was an warmen Tagen für ein trockenes Gefühl sorgt. Ein Beispiel ist die Covalliero Economic Reithose, die aus 95 % Baumwolle und 5 % Elasthan besteht, um die nötige Dehnbarkeit zu gewährleisten.

Allerdings hat reine Baumwolle auch Nachteile: Wenn sie einmal richtig nassgeschwitzt ist, trocknet sie nur langsam und kann sich schwer und klamm anfühlen. Zudem neigt sie dazu, mit der Zeit auszubeulen und ihre Form zu verlieren. Aus diesem Grund wird Baumwolle heute meist in Mischgeweben verwendet, kombiniert mit synthetischen Fasern wie Polyester oder Polyamid. Diese Mischungen vereinen die Hautfreundlichkeit der Baumwolle mit der Formstabilität und dem besseren Feuchtigkeitsmanagement von Synthetikfasern – ein guter Kompromiss für den alltäglichen Gebrauch.

Synthetische Funktionsfasern: Stretch, Formstabilität und Feuchtigkeitsmanagement

Die meisten modernen Reithosen und insbesondere Reitleggings bestehen heute aus synthetischen Funktionsfasern wie Polyester, Polyamid (Nylon) und Elasthan. Diese Materialien sind wahre Alleskönner. Polyamid und Polyester sind extrem robust, abriebfest und formstabil. Sie sorgen dafür, dass deine Reithose auch nach häufigem Tragen und Waschen ihre Passform behält. Ein hoher Elasthan-Anteil, oft in Kombination mit sogenanntem 4-Wege-Stretch, verleiht der Hose eine enorme Elastizität. Sie passt sich deinem Körper wie eine zweite Haut an und macht jede Bewegung im Sattel widerstandslos mit.

Der größte Vorteil dieser Fasern liegt im Feuchtigkeitsmanagement. Anders als Baumwolle saugen sie Schweiß nicht auf, sondern leiten ihn aktiv von der Haut weg an die Stoffoberfläche, wo er schnell verdunsten kann. Das sorgt auch bei anstrengendem Training für ein trockenes und angenehmes Hautklima. Ein Beispiel für eine solche Materialzusammensetzung ist die FitsT4 Sports Reitleggings mit einem Anteil von 75 % Nylon. Wenn du also viel trainierst, schnell schwitzt oder einfach eine Hose mit perfekter Passform und hoher Funktionalität suchst, sind Modelle aus synthetischen Fasern die beste Wahl.

Softshell und Thermo-Materialien: Die richtige Wahl für Herbst und Winter

Wenn die Temperaturen fallen, ist eine normale Reithose oft nicht mehr ausreichend. Für die kalte Jahreszeit gibt es spezielle Winterreithosen aus Softshell- oder Thermo-Materialien. Softshell-Hosen bestehen meist aus mehreren laminierten Schichten. Die Außenschicht ist wind- und wasserabweisend, während die Innenschicht aus weichem, wärmendem Fleece besteht. Das schützt dich effektiv vor kaltem Wind und leichtem Regen oder Schnee und hält dich gleichzeitig warm.

Thermo-Reithosen haben eine aufgeraute, flauschige Innenseite, die die Körperwärme isoliert und speichert. Sie sind oft etwas dicker als normale Reithosen, aber dank moderner Materialien trotzdem sehr elastisch. Beide Varianten sind ideal, um auch bei Minusgraden nicht auf das Reiten verzichten zu müssen. Achte beim Kauf darauf, dass die Hose trotz des dickeren Materials noch genügend Bewegungsfreiheit bietet und du gut in deine Reitstiefel oder Chaps passt. Eine gute Winterreithose ist eine lohnende Investition, die dir viele angenehme Stunden im Sattel beschert, während andere schon längst im warmen Reiterstübchen sitzen.

💡

Fakt

Atmungsaktive Textilien wie Mikrofaser oder Baumwollmischgewebe tragen zur Aufrechterhaltung eines angenehmen Hautklimas während der körperlichen Aktivität bei.

Ein angenehmes Hautklima ist kein Luxus, sondern eine Kernfunktion guter Reitbekleidung. Atmungsaktive Stoffe wie Mikrofaser oder moderne Baumwollmischungen leisten hier entscheidendes: Sie nehmen Schweiß nicht einfach nur auf, sondern leiten die Feuchtigkeit aktiv von der Haut weg nach außen, wo sie verdunsten kann. Dieser Prozess wird als 'Moisture Wicking' bezeichnet. Er verhindert, dass der Reiter nach einer anstrengenden Einheit auskühlt, weil nasse Kleidung auf der Haut klebt. Im Gegensatz dazu saugt sich reine Baumwolle voll, wird schwer und trocknet langsam. Die Wahl des richtigen Materials trägt also direkt zum Wohlbefinden und zur Leistungsfähigkeit bei, indem sie die Körpertemperatur reguliert und Hautirritationen vorbeugt.

📍 Quelle: mario-walter.de

Die perfekte Passform finden: Darauf musst du beim Kauf achten

Die beste Materialtechnologie und der haltbarste Besatz nützen nichts, wenn die Reithose nicht richtig sitzt. Eine schlechte Passform ist nicht nur unbequem, sondern kann auch zu Scheuerstellen, Druckpunkten oder sogar zu einem unsicheren Sitz im Sattel führen. Die perfekte Reithose sollte sich wie eine zweite Haut anfühlen: eng anliegend, aber niemals einengend. Sie darf an den Knien oder in der Hüfte keine Falten werfen, die beim Reiten stören könnten.

Nimm dir beim Anprobieren Zeit und bewege dich. Geh in die Hocke, hebe die Knie an – simuliere die Bewegungen, die du auch im Sattel machst. Nur so merkst du, ob die Hose wirklich passt. Neben der richtigen Größe gibt es aber noch weitere Details, die über Top oder Flop entscheiden, wie die Bundhöhe oder der Beinabschluss. Wir zeigen dir, worauf es ankommt.

Bundhöhe: High-Waist, Mid-Waist oder Low-Waist?

Die Höhe des Bundes ist längst nicht mehr nur eine modische Frage, sondern beeinflusst auch den Tragekomfort und die Funktion. Die meisten Reiterinnen bevorzugen heute High-Waist- oder Mid-Waist-Modelle. Eine High-Waist-Reithose reicht bis zur Taille oder sogar leicht darüber. Sie bietet eine sanfte Unterstützung im Bauch- und unteren Rückenbereich und sorgt dafür, dass auch bei Bewegung kein Hemd aus der Hose rutscht. Viele empfinden diesen Schnitt als besonders schmeichelhaft und sicher.

Mid-Waist-Reithosen enden knapp unterhalb des Bauchnabels und sind ein beliebter Allrounder, der den meisten Figurtypen steht. Sie bieten einen guten Kompromiss aus Halt und modernem Look. Low-Waist-Modelle, die auf der Hüfte sitzen, sind seltener geworden. Sie bieten zwar maximale Freiheit, können aber bei manchen Bewegungen verrutschen oder den Rücken freilegen. Achte bei der Anprobe darauf, dass der Bund angenehm sitzt, nicht einschneidet und auch beim Bücken oder Hinhocken dort bleibt, wo er hingehört. Ein breiter, elastischer Komfortbund ist hier oft die bequemste Lösung.

Beinlänge und Beinabschluss: Schluss mit drückenden Klettverschlüssen

Die Zeiten, in denen dicke Klettverschlüsse am Beinabschluss für Druckstellen und Reibung im Reitstiefel gesorgt haben, sind glücklicherweise vorbei. Fast alle modernen Reithosen verfügen heute über einen elastischen Beinabschluss, oft aus einem dünnen, sockenähnlichen Material (z.B. ElastoSoft). Dieser schmiegt sich nahtlos an dein Bein an und verhindert jegliches Verrutschen oder Faltenwerfen im Stiefel. Das ist ein enormer Komfortgewinn!

Die Beinlänge sollte so gewählt sein, dass die Hose genau am Knöchel endet. Ist sie zu kurz, kann der Stiefelschaft an der nackten Haut reiben. Ist sie zu lang, wirft sie im Stiefel Falten, die zu unangenehmen Druckstellen führen können. Die meisten Hersteller bieten ihre Modelle in Normal-, Kurz- und Langgrößen an. Miss im Zweifel deine Beininnenlänge und vergleiche sie mit den Größentabellen der Hersteller, um die perfekte Länge für dich zu finden.

Praktische Features: Handytaschen, Gürtelschlaufen und Co.

Der Teufel steckt im Detail – das gilt auch für Reithosen. Moderne Modelle bieten eine Vielzahl praktischer Features, die den Stallalltag erleichtern. Ganz oben auf der Wunschliste vieler Reiter steht eine Handytasche. Meist ist sie seitlich am Oberschenkel platziert, sodass du dein Smartphone sicher verstauen kannst, ohne dass es beim Reiten stört. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch ein Sicherheitsaspekt, falls du im Gelände allein unterwegs bist.

Achte auch auf ausreichend breite und stabile Gürtelschlaufen, falls du gerne einen Gürtel trägst. Sie verhindern, dass der Bund unter der Zuglast des Gürtels einreißt. Dekorative Elemente wie Glitzersteinchen, Kontrastnähte oder aufwendige Stickereien sind Geschmackssache. Bedenke aber, dass Applikationen, besonders im Bereich des Besatzes, die Haltbarkeit potenziell beeinträchtigen können. Manchmal ist weniger mehr, vor allem wenn Funktionalität und Langlebigkeit im Vordergrund stehen.

✅

Quick-Check

Die perfekte Reithose sitzt wie eine zweite Haut. Mit dieser Checkliste findest du beim Anprobieren das richtige Modell:

  • ✓Faltenfrei-Test: Setz dich hin und ziehe die Knie an. In den Kniekehlen, an der Hüfte oder am Gesäß sollten sich keine dicken Falten bilden, die später im Sattel drücken oder scheuern könnten.
  • ✓Bewegungsfreiheit: Mache ein paar Kniebeugen. Die Hose muss jede Bewegung mitmachen, ohne zu spannen, zu zwicken oder dich in deiner Beweglichkeit einzuschränken. Der Bund darf dabei nicht unangenehm einschneiden.
  • ✓Bundhöhe prüfen: Bücke dich. Rutscht der Bund am Rücken herunter? Ein hoher oder mittelhoher Bund (High- oder Mid-Waist) bietet oft mehr Komfort und einen sichereren Sitz.
  • ✓Beinabschluss-Kontrolle: Der Abschluss am Knöchel sollte eng anliegen, aber nicht abschnüren. Elastische Einsätze sind meist bequemer im Reitstiefel als Klettverschlüsse, da sie keine Druckstellen verursachen.
  • ✓Besatz-Position: Prüfe, ob der Knie- oder Vollbesatz an den richtigen Stellen sitzt, um im Sattel optimalen Halt zu geben.
  • ✓Taschen-Funktionalität: Wenn du dein Handy mitnehmen möchtest, teste, ob die Handytasche gut erreichbar ist und beim Sitzen nicht stört.

Langlebigkeit und Pflege: So bleibt deine Reithose lange schön

Eine gute Reithose ist eine Investition. Damit du möglichst lange Freude an ihr hast, ist die richtige Pflege entscheidend. Schweiß, Staub und Pferdehaare setzen dem Material zu und können auf Dauer die Fasern und den Besatz schädigen. Doch keine Sorge, die Pflege moderner Reithosen ist unkompliziert, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Falsches Waschen, zu hohe Temperaturen oder das falsche Waschmittel können selbst die teuerste Hose ruinieren.

Besonders der empfindliche Grip-Besatz benötigt etwas Aufmerksamkeit, um seine „Klebkraft“ nicht zu verlieren. Aber auch Kunstleder profitiert von der richtigen Behandlung. Wir haben die wichtigsten Tipps und Tricks für dich zusammengefasst, damit deine Lieblingshose auch nach vielen Wäschen noch aussieht wie neu und ihre Funktion voll erfüllt.

Richtig waschen: Temperatur, Waschmittel und Schleudergang

Die goldene Regel lautet: Immer zuerst das Pflegeetikett lesen! Die meisten modernen Reithosen, egal ob mit Grip- oder Kunstlederbesatz, sind für die Maschinenwäsche bei 30 Grad geeignet. Drehe die Hose vor dem Waschen auf links, um den Besatz und eventuelle Applikationen zu schonen. Schließe alle Reiß- und Klettverschlüsse, damit sie sich nicht im Stoff verhaken.

Verwende ein mildes Funktions- oder Sportwaschmittel. Auf Weichspüler solltest du unbedingt verzichten! Er verklebt die Funktionsfasern, zerstört die Atmungsaktivität und kann die Haftung des Grip-Besatzes nachhaltig schädigen. Wähle einen schonenden Schleudergang (max. 800 Umdrehungen), um das Material nicht übermäßig zu strapazieren. Zum Trocknen hängst du die Hose am besten auf die Leine. Der Trockner ist für Reithosen tabu, da die Hitze die elastischen Fasern und den Besatz beschädigen würde.

Grip-Besatz pflegen und erhalten: Mythen und Fakten

Um den Grip-Besatz ranken sich viele Mythen. Fakt ist: Die Haltbarkeit hängt stark von der Qualität ab. Hochwertiger Polyurethan-Grip ist deutlich robuster als einfaches Silikon. Um die Haftung zu erhalten, ist Sauberkeit das A und O. Staub, Talg und Schmutzpartikel können die Poren des Grips verstopfen und die Rutschfestigkeit reduzieren. Regelmäßiges Waschen (wie oben beschrieben) ist also die beste Pflege.

Sollte der Grip einmal nachlassen, kann das daran liegen, dass sich ein feiner Film auf der Oberfläche gebildet hat. Manchmal hilft es, den Besatz nach dem Waschen mit einem feuchten Tuch abzuwischen, um letzte Rückstände zu entfernen. Vermeide aggressive Reinigungsmittel oder Bürsten, da diese das Material angreifen. Und denke daran: Auch der beste Grip hat eine begrenzte Lebensdauer. Wenn er sich nach intensiver Nutzung sichtbar abreibt, ist das ein normaler Verschleißprozess.

Kunstleder und Echtleder richtig behandeln

Kunstlederbesätze sind erfreulich pflegeleicht. Sie können problemlos wie der Rest der Hose bei 30 Grad mitgewaschen werden. Auch hier gilt: kein Weichspüler und nicht in den Trockner. Das Material benötigt in der Regel keine weitere Pflege. Es bleibt von allein geschmeidig und widerstandsfähig.

Echtlederbesätze erfordern, wie bereits erwähnt, eine Sonderbehandlung. Wasche sie nur mit einem speziellen Lederwaschmittel, das rückfettende Eigenschaften hat. Nach dem Waschen, wenn der Besatz noch leicht feucht ist, kannst du ihn vorsichtig in Form ziehen und mit den Händen etwas durchkneten, um ihn weich zu halten. Bei Bedarf kann eine spezielle Lederpflege aufgetragen werden, um das Material geschmeidig zu halten und vor dem Austrocknen zu schützen. Dieser Mehraufwand ist der Preis für das einzigartige Gefühl und die Langlebigkeit von echtem Leder.

💡

Fakt

Die Pflege der Reithose ist unkompliziert, da sie bei Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius in der Maschine waschbar ist.

Die Angabe von 30 Grad Celsius auf dem Pflegeetikett ist keine bloße Empfehlung, sondern entscheidend für die Langlebigkeit der Reithose. Moderne Funktionsmaterialien enthalten einen hohen Anteil an elastischen Fasern wie Elasthan, die für die perfekte Passform sorgen. Zu hohe Waschtemperaturen können diese Fasern dauerhaft schädigen, wodurch die Hose ihre Elastizität und Form verliert. Noch empfindlicher reagiert der Grip-Besatz aus Silikon oder Polyurethan: Hitze kann das Material spröde machen, seine Haftung verringern oder es im schlimmsten Fall vom Trägerstoff ablösen. Kaltwäsche bei 30 Grad ist also der beste Weg, um sowohl die Funktion des Stoffes als auch die des Besatzes langfristig zu erhalten.

📍 Quelle: blog.loesdau.de

Reithose oder Reitleggings? Ein Vergleich für den Stallalltag

In den letzten Jahren hat ein neues Kleidungsstück die Reitställe erobert: die Reitleggings. Sie sieht aus wie eine Sporthose, verspricht maximalen Komfort und ist vor allem im Sommer extrem beliebt. Doch kann sie die klassische Reithose wirklich ersetzen? Oder handelt es sich nur um einen Modetrend? Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Situationen aus.

Die Entscheidung zwischen Reithose und Reitleggings hängt von deinen persönlichen Vorlieben, deiner Reitweise und dem Anlass ab. Während die eine mit ultimativer Flexibilität punktet, bietet die andere mehr Struktur und Unterstützung. Wir stellen beide Konzepte gegenüber und helfen dir bei der Entscheidung, welches Modell für dich das richtige ist.

Die Reitleggings: Maximale Flexibilität für Training und Bodenarbeit

Eine Reitleggings ist im Grunde eine Fitness-Tights, die für den Reitsport optimiert wurde. Sie besteht aus einem sehr dünnen, hochelastischen Funktionsmaterial und kommt meist ohne Reißverschluss oder Knopf aus – du schlüpfst einfach hinein. Der Bund ist ein breites, bequemes Gummiband. Fast alle Reitleggings sind mit einem Silikon-Grip-Besatz (Knie oder Vollbesatz) ausgestattet, um den nötigen Halt im Sattel zu gewährleisten.

Ihr größter Vorteil ist der unschlagbare Komfort. Nichts zwickt oder engt ein, das Material ist leicht und atmungsaktiv. Das macht sie zur perfekten Wahl für heiße Sommertage, für die Bodenarbeit, Longieren oder einen schnellen Ausritt. Viele Reiter schätzen die enorme Bewegungsfreiheit, die fast dem Gefühl des Reitens ohne Hose nahekommt. Für das tägliche, lockere Training ist eine Reitleggings eine fantastische und bequeme Alternative.

Die klassische Reithose: Stabilität und Funktion für anspruchsvolles Reiten

Die klassische Reithose ist aus einem festeren, strukturierteren Stoff gefertigt. Sie bietet dem Bein und der Muskulatur mehr Halt und Unterstützung. Der traditionelle Verschluss mit Reißverschluss und Knopf sowie die Gürtelschlaufen sorgen für einen sicheren und definierten Sitz. Das etwas dickere Material bietet zudem einen besseren Schutz vor Ästen im Gelände oder vor Scheuerstellen.

Für anspruchsvolles Dressur- oder Springtraining, bei dem ein präziser und stabiler Sitz gefordert ist, ist die klassische Reithose oft die bessere Wahl. Sie vermittelt ein formelleres, „angezogeneres“ Gefühl und ist auf Turnieren in den meisten Disziplinen nach wie vor der vorgeschriebene Standard. Der festere Stoff kann auch kleine Unebenheiten besser kaschieren und sorgt für eine glattere Silhouette.

Wann eignet sich was? Eine Entscheidungshilfe

Musst du dich für eine der beiden Varianten entscheiden? Nicht unbedingt! Im Idealfall hast du beides im Schrank. Hier eine kleine Entscheidungshilfe:

  • Greif zur Reitleggings, wenn du:
    • an heißen Tagen reitest.
    • maximale Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit suchst.
    • viel Bodenarbeit machst oder longierst.
    • einen entspannten Ausritt planst.
    • ein leichtes, unkompliziertes Tragegefühl bevorzugst.
  • Greif zur klassischen Reithose, wenn du:
    • intensiv Dressur oder Springen trainierst.
    • mehr Halt und Stabilität für deinen Sitz benötigst.
    • auf ein Turnier fährst.
    • einen formelleren Look bevorzugst.
    • im Winter ein dickeres, schützenderes Material brauchst.
ℹ️

Wissenswertes

Die Entscheidung zwischen Reithose und Reitleggings hängt stark vom Einsatzzweck und persönlichen Vorlieben ab. Hier die wichtigsten Unterschiede im direkten Vergleich: Klassische Reithose:

  • ✓Material & Struktur: Meist aus dickerem, formstabilem Gewebe (z.B. Softshell, Baumwoll-Mix). Bietet mehr Unterstützung und kaschiert leichte Unebenheiten.
  • ✓Verschluss: Traditionell mit Reißverschluss und Knopf, was für einen sehr sicheren Sitz sorgt.
  • ✓Optik & Einsatz: Gilt als formeller und ist auf Turnieren oft vorgeschrieben. Bietet ein klassisches Erscheinungsbild und mehr Stabilität. Reitleggings:
  • ✓Material & Struktur: Besteht aus dünnem, hochelastischem Funktionsstoff, ähnlich einer Sport-Tights. Bietet maximale Bewegungsfreiheit und ein Gefühl wie eine zweite Haut.
  • ✓Verschluss: In der Regel eine Schlupfhose mit breitem, bequemem Elastikbund.
  • ✓Optik & Einsatz: Ideal für heiße Sommertage, Freizeitreiten, Bodenarbeit und alle, die ultimativen Komfort priorisieren. Oft mit praktischer Handytasche am Oberschenkel.

Was kostet eine gute Reithose? Preisspannen und Qualität erkennen

Was kostet eine gute Reithose? Preisspannen und Qualität erkennen
Was kostet eine gute Reithose? Preisspannen und Qualität erkennen

Die Preisspanne bei Reithosen ist riesig. Sie reicht von günstigen Einsteigermodellen für unter 50 Euro bis hin zu Designerstücken, die mehrere hundert Euro kosten können. Doch rechtfertigt ein hoher Preis immer eine bessere Qualität? Und worauf sollte man bei günstigen Modellen achten? Generell gilt: Der Preis wird durch die Qualität der Materialien, die Verarbeitung, die Komplexität des Designs und natürlich den Markennamen bestimmt.

Eine teurere Hose besteht oft aus innovativeren Funktionsstoffen, hat einen haltbareren Besatz und eine durchdachtere Passform. Das bedeutet aber nicht, dass eine günstige Hose immer schlecht sein muss. Wir geben dir eine Orientierung, was du in den verschiedenen Preissegmenten erwarten kannst.

Günstige Einsteigermodelle: Worauf du bei Preisen unter 80 € achten solltest

Im Preissegment unter 80 Euro findest du eine große Auswahl an Reithosen, die für den Einstieg oder als Zweit- oder Dritthose absolut ausreichend sind. Modelle wie die HKM Cargo Golden Gate für rund 46 € oder Preis-Leistungs-Optionen von Riders Choice für ca. 60 € bieten eine solide Grundausstattung. In dieser Preisklasse wird oft an den Materialien gespart. Statt High-Tech-Funktionsfasern kommen häufig einfachere Baumwollmischungen zum Einsatz, und der Grip-Besatz ist meist aus einfacherem Silikon gefertigt.

Achte hier besonders auf die Verarbeitung der Nähte und die Qualität des Besatzes. Fühlt sich der Stoff angenehm an? Ist der Grip gleichmäßig aufgetragen? Erwarte in dieser Klasse keine Wunder in Sachen Langlebigkeit, vor allem bei täglichem, intensivem Gebrauch. Für Reiter, die nur ein- bis zweimal pro Woche im Sattel sitzen, kann ein solches Modell aber eine sehr gute und wirtschaftliche Lösung sein.

Die Mittelklasse: Der beste Kompromiss aus Preis und Leistung (80-150 €)

Die goldene Mitte ist für die meisten Reiter die interessanteste Kategorie. Im Preisbereich zwischen 80 und 150 Euro findest du eine riesige Auswahl an Reithosen von etablierten Marken, die einen hervorragenden Kompromiss aus Qualität, Funktion und Preis bieten. Hier werden bereits hochwertige Funktionsmaterialien mit gutem Stretch und Feuchtigkeitsmanagement verwendet. Die Passform ist oft durchdachter und es gibt mehr Auswahl bei Größen und Schnitten.

Auch die Besätze sind in dieser Klasse in der Regel haltbarer. Du findest hier sowohl robusten Kunstlederbesatz als auch langlebigere Grip-Varianten, teilweise schon aus widerstandsfähigerem Polyurethan. Features wie Handytaschen und elastische Beinabschlüsse sind hier Standard. Wenn du regelmäßig reitest und eine zuverlässige, langlebige und bequeme Hose für den Alltag suchst, wirst du in diesem Preissegment mit Sicherheit fündig.

Premium-Reithosen: Lohnt sich die Investition über 150 €?

Ab etwa 150 Euro beginnt das Premium-Segment, mit Modellen wie der Euro-Star Energy Knee Grip für rund 190 € als ein Beispiel aus Tests. Hier investierst du in absolute High-End-Produkte. Die Hersteller verwenden die neuesten und innovativsten Materialien, die maximale Atmungsaktivität, Elastizität und Langlebigkeit versprechen. Die Schnitte sind ergonomisch perfektioniert und bieten eine Passform, die ihresgleichen sucht.

Besonders bei den Besätzen wird hier nicht gespart. Es kommen die widerstandsfähigsten PU-Grip-Beschichtungen oder besonders hochwertiges, weiches Kunstleder zum Einsatz. Das Design ist oft modisch auf dem neuesten Stand, mit durchdachten Details und einer exzellenten Verarbeitung. Lohnt sich das? Für Profis, ambitionierte Turnierreiter oder einfach für Liebhaber, die täglich viele Stunden im Sattel verbringen und höchsten Wert auf Komfort und Funktion legen, kann sich die Investition absolut auszahlen. Eine Premium-Reithose ist ein Stück Sportausrüstung, das auf maximale Performance ausgelegt ist.

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Zusammengefasst

Der Preis einer Reithose spiegelt Material, Verarbeitung und Marke wider. Man kann die Angebote grob in drei Segmente einteilen:

  • ✓Einsteigerklasse (bis ca. 80 €): Perfekt für Reitanfänger oder als robuste Arbeitshose für den Stall. Die Materialien sind funktional, aber oft einfacher (z.B. Baumwollmischungen). Der Besatz bietet ausreichenden Halt, ist aber eventuell nicht so abriebfest wie bei teureren Modellen. Ein guter Kompromiss für den gelegentlichen Gebrauch.
  • ✓Mittelklasse (ca. 80 € - 150 €): Hier findet man das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für ambitionierte Freizeitreiter. Die Hosen bestehen aus technischen Funktionsstoffen mit gutem Stretch, bieten eine bessere Passform und langlebigere Grip-Besätze. Eine Investition in Komfort und Haltbarkeit für den regelmäßigen Einsatz.
  • ✓Premiumklasse (ab 150 €): Entwickelt für höchste Ansprüche im Training und auf dem Turnier. Diese Modelle nutzen innovative High-Tech-Materialien, die maximale Performance (Atmungsaktivität, Flexibilität) bieten. Die Verarbeitung ist exzellent und die Designs sind oft modisch aufwendig. Hier zahlt man für Spitzenleistung und Langlebigkeit.
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Wichtige Hinweise

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Drehe deine Reithose vor dem Waschen immer auf links, um den empfindlichen Grip-Besatz zu schützen. Verwende ein mildes Funktionswaschmittel und verzichte unbedingt auf Weichspüler, da dieser die Silikonnoppen angreifen und ihre Haftung zerstören kann. Wasche die Hose bei maximal 30 Grad im Schonwaschgang und lasse sie anschließend an der Luft trocknen. Der Trockner ist absolut tabu, da die Hitze den Grip beschädigen oder sogar zum Schmelzen bringen kann.

Ja, für die kalte Jahreszeit gibt es spezielle Winterreithosen, die meist aus Softshell-Material gefertigt sind. Dieses Material ist wind- und wasserabweisend und hat oft eine wärmende Innenseite aus Fleece, die dich im Stall und auf dem Pferd warm hält. Achte beim Kauf darauf, dass die Hose trotz des dickeren Materials noch genügend Elastizität für eine gute Bewegungsfreiheit bietet. So bleibst du auch bei Minusgraden warm und flexibel im Sattel.

Eine gut sitzende Reithose fühlt sich an wie eine zweite Haut, ohne dich in deiner Bewegung einzuschränken. Achte darauf, dass sie im Stehen keine Falten wirft, besonders in der Kniekehle oder am Bund. Setz dich beim Anprobieren ruhig mal in die Hocke, um zu testen, ob der Bund hinten nicht absteht und du genug Bewegungsfreiheit hast. Die Hose sollte eng anliegen, aber nirgends einschneiden oder zwicken.

Reitleggings sind eine sehr beliebte und bequeme Alternative, besonders für das tägliche Training oder entspannte Ausritte. Sie bestehen meist aus hochelastischem Funktionsmaterial, ähnlich wie Sportleggings, und bieten maximale Bewegungsfreiheit. Oft haben sie einen praktischen, hohen Bund und eine Handytasche. Für Turniere sind sie je nach Disziplin und Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) oft nicht zugelassen, daher solltest du für den Wettkampf eher zu einer klassischen Reithose greifen.

Das Aushärten von (Kunst-)Lederbesätzen nach dem Waschen ist ein bekanntes Problem, das oft durch falsches Waschmittel oder zu hohe Temperaturen entsteht. Um den Besatz wieder geschmeidiger zu machen, kannst du ihn nach dem Trocknen vorsichtig mit den Händen durchkneten. Für die Zukunft empfiehlt sich ein spezielles Lederwaschmittel, das rückfettende Eigenschaften hat. Wasche die Hose immer auf links und bei niedriger Temperatur, um das Material zu schonen.

In seltenen Fällen können empfindliche Personen auf die Materialien im Silikon-Grip reagieren, was zu Hautreizungen führen kann. Dies ist jedoch nicht die Regel, da die meisten Hersteller hautverträgliche Materialien verwenden. Wenn du nach dem Reiten wiederholt Rötungen oder Juckreiz an den Kontaktstellen bemerkst, probiere eine andere Marke oder ein Modell mit einem anderen Grip-Muster. Bei anhaltenden Beschwerden solltest du zur Sicherheit einen Hautarzt konsultieren.

Quellen & Weiterführende Links

Dieser Artikel basiert auf 4 vertrauenswürdigen Quellen. Alle Fakten und Statistiken wurden neu formuliert und in eigenen Worten wiedergegeben.

1

Reithosen mit Grip im Test

cavallo.de

2

Reithosen im Test 2025: Welche Reithose passt zu mir?

pferde-tipps.de

3

Analyse und Vergleich der besten Reithosen für Damen mit Vollbesatz für Reiterinnen: Top-Produkte für Pferde im Test

mario-walter.de

4

Reithose Oslo Grip von black-forest im Test - Der Reitsport Blog

blog.loesdau.de

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Lisa Brandt
Lisa Brandt
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Pferdeliebhaberin seit Kindertagen und Autorin auf pferdekumpel.de. Lisa vereint ihre langjährige Erfahrung als Reiterin und Pferdebesitzerin mit fundiertem Wissen über artgerechte Haltung, Pferdegesundheit und Reitsport. Als Fachautorin und passionierte Dressurreiterin liegt ihr Fokus auf praxisnaher Wissensvermittlung — von der richtigen Ausrüstung über Pferdeernährung bis hin zu Trainingstipps für Reiter aller Levels.

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