Um dieses YouTube-Video zu sehen, müssen Sie funktionale Cookies akzeptieren.
Was genau ist die Rosse bei einer Stute?
Die Rosse, auch Östrus genannt, ist die Phase im Zyklus einer Stute, in der sie paarungsbereit ist und einen Hengst dulden würde. Sie dauert durchschnittlich fünf bis sieben Tage und ist durch typische Verhaltens- und körperliche Anzeichen gekennzeichnet, die durch den hohen Östrogenspiegel ausgelöst werden. Für viele Pferdebesitzer ist diese Zeit eine Herausforderung, da sich das Verhalten ihrer Stute stark verändern kann.
Oft wird der Begriff „rossig“ umgangssprachlich für jegliches „zickiges“ oder hormongesteuertes Verhalten verwendet. Fachlich korrekt bezeichnet die Rosse aber nur diesen spezifischen, fruchtbaren Abschnitt innerhalb des größeren, rund 21-tägigen Zyklus. Das Verständnis dieses natürlichen Vorgangs ist der Schlüssel zu einem harmonischen Miteinander und hilft dir, das Verhalten deiner Stute richtig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren, anstatt es als bloße Launenhaftigkeit abzutun.
Der weibliche Zyklus der Stute: Alle Phasen im Überblick
Der Zyklus der Stute ist ein faszinierendes und komplexes Zusammenspiel von Hormonen, das von den Jahreszeiten beeinflusst wird. Anders als bei Menschen ist die Stute nicht das ganze Jahr über zyklisch aktiv. Als „saisonal polyöstrische“ Tiere wird ihr Fortpflanzungszyklus maßgeblich von der Tageslichtlänge gesteuert. Wir zeigen dir, wie der Zyklus aufgebaut ist und welche Phasen deine Stute durchläuft.
Die saisonale Aktivität: Warum die Rosse im Frühling beginnt
Der Haupttaktgeber für den Zyklus der Stute ist das Licht. Mit zunehmender Tageslänge im Frühling wird die Produktion des Hormons Melatonin in der Zirbeldrüse gehemmt. Melatonin unterdrückt im Winter die Fortpflanzungsaktivität. Sinkt der Melatoninspiegel, wird die Ausschüttung des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH) im Gehirn angeregt. Dieses Hormon wiederum stimuliert die Eierstöcke, ihre Arbeit aufzunehmen und in den Zyklus zu starten.
Im Winter, während der kurzen Tage, befinden sich die meisten Stuten im sogenannten Anöstrus, einer Phase der sexuellen Ruhe, in der keine Rosse stattfindet. Im Frühling und Herbst gibt es Übergangsphasen, in denen der Zyklus unregelmäßig sein kann, mit verlängerten oder unklaren Rossen. Die Hauptfortpflanzungssaison mit regelmäßigen Zyklen findet in den langen Tagen des späten Frühlings und Sommers statt.
Der Zyklus im Detail: Von Rosse zu Rosse
Ein voller Zyklus dauert im Durchschnitt 21 Tage, kann aber individuell zwischen 18 und 24 Tagen schwanken. Er wird in vier Hauptphasen unterteilt, die durch unterschiedliche Hormonkonzentrationen und Verhaltensweisen geprägt sind. Die beiden wichtigsten Phasen für dich als Besitzer sind der Östrus (die eigentliche Rosse) und der Diöstrus (die Zwischenrosse).
Hier ist eine Übersicht der Phasen und ihrer Merkmale:
| Phase | Durchschnittliche Dauer | Leithormon | Typisches Verhalten der Stute |
|---|---|---|---|
| Östrus (Rosse) | 5-7 Tage | Östrogen | Paarungsbereit, duldet Hengst, „blitzen“, häufiges Urinieren, anhänglich |
| Metöstrus | 2-3 Tage | Abfall Östrogen, Anstieg Progesteron | Rosse-Verhalten klingt ab, Verhalten normalisiert sich |
| Diöstrus (Zwischenrosse) | 14-16 Tage | Progesteron | Nicht paarungsbereit, wehrt Hengst ab, oft ruhig oder „zickig“ |
| Proöstrus | 1-2 Tage | Anstieg Östrogen, Abfall Progesteron | Beginnendes Interesse an anderen Pferden, Unruhe kann zunehmen |
Der Höhepunkt der Rosse ist die Ovulation (Eisprung), die typischerweise in den letzten 24 bis 48 Stunden des Östrus stattfindet. Nach dem Eisprung bildet sich aus dem Follikelrest der sogenannte Gelbkörper, der das Hormon Progesteron produziert. Dieses Hormon unterdrückt weitere Rossen und bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche Trächtigkeit vor. Findet keine Befruchtung statt, wird der Gelbkörper nach etwa 14 Tagen zurückgebildet, der Progesteronspiegel sinkt und ein neuer Zyklus beginnt.
Wie erkenne ich, ob meine Stute rossig ist?
Typische Anzeichen einer rossigen Stute sind häufiges Urinieren in kleinen Mengen, das Anheben des Schweifs, das „Blitzen“ der Vulva und eine auffällige Anhänglichkeit oder Unruhe gegenüber anderen Pferden. Die Intensität dieser Anzeichen kann jedoch von Stute zu Stute und von Zyklus zu Zyklus stark variieren. Eine gute Beobachtungsgabe ist daher unerlässlich.
Eindeutige körperliche Anzeichen der Rosse
Während der Rosse zeigt der Körper der Stute unverkennbare Signale, die ihre Paarungsbereitschaft signalisieren. Wenn du weißt, worauf du achten musst, kannst du die Rosse oft eindeutig identifizieren. Achte auf folgende Merkmale:
- Schweifhaltung: Rossige Stuten heben ihren Schweif oft an und halten ihn leicht seitlich, besonders in der Nähe anderer Pferde.
- Häufiges Urinieren: Sie setzen häufig kleine Mengen Urin ab. Dies dient auch der Verbreitung von Pheromonen, um Hengste anzulocken.
- „Blitzen“ oder „Winkern“: Die Stute öffnet und schließt rhythmisch ihre Schamlippen, wobei die Klitoris sichtbar wird. Dieses Verhalten ist ein sehr klares Zeichen der Rosse.
- Schleimabsonderung: Ein klarer bis leicht trüber Schleim kann aus der Scheide austreten.
- Entspannte Haltung: Oft stehen rossige Stuten mit leicht gespreizten Hinterbeinen und gesenktem Becken da, als würden sie zum Urinieren ansetzen.
Diese körperlichen Anzeichen sind die direkteste Art, die Rosse zu erkennen. Sie sind besonders deutlich, wenn sich ein Wallach oder Hengst in der Nähe befindet, können aber auch spontan auftreten.
Typische Verhaltensänderungen im Stall und auf der Weide
Neben den körperlichen Anzeichen verändert sich auch das Sozialverhalten deiner Stute. Auf der Weide oder im Paddock wirst du vielleicht feststellen, dass sie plötzlich unzertrennlich von einem bestimmten Wallach ist, den sie sonst ignoriert. Sie sucht aktiv die Nähe anderer Pferde, quietscht, wenn diese ihr zu nahe kommen, dreht sich dann aber doch wieder anbietend zu ihnen hin.
Dieses ambivalente Verhalten – eine Mischung aus Anziehung und Abwehr – ist typisch. Manche Stuten werden in der Herde unruhig und stiften Unfrieden, andere werden extrem anhänglich und weichen ihrem bevorzugten Partner nicht von der Seite. Gegenüber anderen Stuten kann das Verhalten abwehrender werden, oft begleitet von Quietschen und Drohgebärden mit den Hinterbeinen.
Veränderungen beim Reiten und im Umgang
Die hormonelle Umstellung während der Rosse kann sich auch deutlich auf die Rittigkeit und den allgemeinen Umgang auswirken. Viele Reiter berichten von Verhaltensänderungen, die das Training erschweren können. Es ist wichtig zu verstehen, dass deine Stute dies nicht aus Boshaftigkeit tut, sondern weil ihr Körper und ihre Wahrnehmung sich verändern.
Häufige Beobachtungen sind:
- Erhöhte Empfindlichkeit: Manche Stuten reagieren extrem sensibel auf den Schenkeldruck, werden „klemmig“ oder schlagen mit dem Schweif.
- Ablenkbarkeit: Die Konzentration lässt nach. Die Stute ist mehr mit ihrer Umgebung beschäftigt, wiehert anderen Pferden hinterher oder bleibt ständig stehen.
- Anhänglichkeit: Andere Stuten werden besonders menschenbezogen, suchen vermehrt Körperkontakt und sind beim Putzen sehr verschmust.
- Leistungsbereitschaft: Einige Stuten sind während der Rosse besonders motiviert und leistungsbereit, während andere eher träge und unmotiviert wirken.
Der Schlüssel liegt darin, diese Veränderungen als Teil des natürlichen Zyklus zu akzeptieren und nicht als Ungehorsam zu interpretieren. Ein verständnisvoller und angepasster Umgang kann in dieser Zeit viel bewirken.
Jede Stute ist anders: Die große Bandbreite des Normalen
So wie bei uns Menschen jeder Zyklus individuell ist, so gibt es auch bei Stuten eine enorme Bandbreite an „normalem“ Verhalten. Lehrbuch-Rossen sind eher die Ausnahme als die Regel. Viele Besitzer sind verunsichert, wenn ihre Stute nicht die typischen Anzeichen zeigt oder der Zyklus unregelmäßig erscheint. Es ist entscheidend zu wissen, dass Abweichungen häufig vorkommen und nicht immer ein Grund zur Sorge sind.
Stille Rosse: Wenn die Anzeichen fast unsichtbar sind
Manche Stuten zeigen äußerlich kaum oder gar keine Anzeichen einer Rosse. Dieses Phänomen wird als „stille Rosse“ bezeichnet. Die Stute durchläuft zwar einen normalen hormonellen Zyklus mit Follikelwachstum und Eisprung, aber das typische Verhalten bleibt aus. Sie blitzt nicht, hebt den Schweif nicht und zeigt kein Interesse an Hengsten.
Eine stille Rosse tritt häufiger bei jungen Stuten in ihrem ersten Zyklusjahr, bei rangniedrigen Stuten in einer großen Herde oder bei Stuten auf, die alleine gehalten werden. Auch Stress oder eine schlechte körperliche Verfassung können die Rosse-Symptome unterdrücken. Für den normalen Pferdehalter ist dies unproblematisch, für Züchter stellt es jedoch eine große Herausforderung dar, da der optimale Deckzeitpunkt nur durch eine tierärztliche Untersuchung (Ultraschall) bestimmt werden kann.
Dauerrosse und Zyklusstörungen: Wenn der Rhythmus aus dem Takt gerät
Besonders in den Übergangsphasen im Frühling und Herbst kann der Zyklus aus dem Takt geraten. Ein häufiges Phänomen ist die sogenannte Dauerrosse, bei der die Stute über Wochen hinweg Rosse-Symptome zeigt. Dies liegt oft daran, dass die Follikel zwar wachsen, aber nicht zum Eisprung kommen (anovulatorische Follikel). Der Östrogenspiegel bleibt hoch und das typische Verhalten hält an, ohne dass der Zyklus fortschreitet.
Andere Unregelmäßigkeiten können gespaltene Rossen (Split-Östrus), bei denen die Rosse kurz unterbrochen und dann wieder fortgesetzt wird, oder stark verlängerte oder verkürzte Zyklen sein. Während solche Unregelmäßigkeiten in den Übergangsjahreszeiten normal sein können, sollten anhaltende oder extreme Abweichungen immer tierärztlich abgeklärt werden, um gesundheitliche Probleme wie Zysten oder Tumore an den Eierstöcken auszuschließen.
Der Einfluss von Rasse, Alter und Haltung
Wie stark eine Stute ihre Rosse zeigt, hängt auch von externen Faktoren ab. Vollblütige Rassen wie Araber oder Englische Vollblüter gelten oft als temperamentvoller und zeigen ihre Rosse deutlicher als Kaltblüter oder Ponys. Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle: Junge Stuten haben oft unregelmäßigere und stärkere Rossen, während bei sehr alten Stuten die Zyklusaktivität nachlassen kann.
Auch die Haltung hat einen großen Einfluss. Stuten in einer gemischten Herde mit Wallachen zeigen ihre Rosse oft klarer, da die soziale Interaktion die Verhaltensweisen stimuliert. Eine Stute in reiner Boxenhaltung ohne direkten Kontakt zu anderen Pferden zeigt möglicherweise nur sehr subtile Anzeichen. All diese Faktoren müssen bei der Beurteilung des Verhaltens deiner Stute berücksichtigt werden.
Was kann ich tun, um meiner Stute die Rosse zu erleichtern?
Das Wichtigste ist, Geduld und Verständnis aufzubringen und das Training sowie den Umgang an die Tagesform deiner Stute anzupassen. Eine angepasste Haltung, gezielte Fütterung und ruhige Routine können ebenfalls helfen, Stress in dieser Phase zu reduzieren und das Wohlbefinden deiner Stute zu steigern.
Tipps für den Umgang und das Training
Die Rosse ist kein Schalter, der umgelegt wird, sondern eine Phase, die Sensibilität erfordert. Anstatt gegen das Verhalten anzukämpfen, ist es oft sinnvoller, mit ihm zu arbeiten. Ein paar einfache Anpassungen können den Unterschied machen:
- Erwartungen anpassen: An Tagen, an denen deine Stute offensichtlich klemmig oder unkonzentriert ist, ist es vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt für anspruchsvolle Lektionen. Konzentriere dich stattdessen auf Grundlagen, lockere Gymnastik oder einen entspannten Ausritt.
- Geduld und Ruhe bewahren: Bestrafe deine Stute nicht für rossetypisches Verhalten. Quietschen oder Empfindlichkeit sind keine Widersetzlichkeit, sondern hormonell bedingt. Deine Ruhe überträgt sich auf dein Pferd.
- Positive Momente nutzen: Ist deine Stute in der Rosse besonders anhänglich? Nutze diese Zeit für ausgiebiges Putzen, Kraulen oder Bodenarbeit, um eure Bindung zu stärken.
- Für Ablenkung sorgen: Wenn deine Stute auf dem Reitplatz ständig nach anderen Pferden ruft, versuche, das Training interessant und abwechslungsreich zu gestalten, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Indem du lernst, die Signale deiner Stute zu lesen und dein Programm flexibel zu gestalten, nimmst du den Druck aus der Situation – für euch beide.
Haltung und Herdenmanagement anpassen
Ein stabiles soziales Umfeld ist für Stuten von großer Bedeutung und kann das Verhalten während der Rosse positiv beeinflussen. In einer harmonischen Herde finden die Stuten oft selbst einen Weg, mit den zyklischen Veränderungen umzugehen. Manchmal kann es jedoch sinnvoll sein, als Halter unterstützend einzugreifen.
Wenn deine Stute von anderen Pferden stark bedrängt oder gejagt wird, kann dies enormen Stress verursachen. Prüfe, ob genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind. In manchen Fällen kann es helfen, die Herde temporär umzustellen oder die Stute mit einem ruhigen, verträglichen Partner zusammenzustellen. Ein souveräner Wallach kann oft eine beruhigende Wirkung haben. Beobachte die Dynamik in deiner Herde genau und sorge für ein möglichst stressfreies Umfeld.
Unterstützung durch Fütterung: Kräuter und Futterzusätze
Es gibt eine Vielzahl von Kräutern und Futterzusätzen auf dem Markt, die versprechen, den weiblichen Zyklus zu harmonisieren. Beliebte Mittel sind zum Beispiel Mönchspfeffer, Kamille, Melisse oder Magnesium. Mönchspfeffer wird traditionell eine regulierende Wirkung auf den Hormonhaushalt nachgesagt, während Magnesium zur Entspannung der Muskulatur beitragen kann.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die wissenschaftliche Evidenz für viele dieser Mittel beim Pferd begrenzt ist. Sie können eine unterstützende Maßnahme sein, sind aber kein Allheilmittel. Bevor du zu Ergänzungsfuttermitteln greifst, solltest du unbedingt Rücksprache mit deinem Tierarzt oder einem spezialisierten Futterberater halten. Eine unsachgemäße Fütterung kann mehr schaden als nutzen. Manchmal liegt die Ursache für Verhaltensprobleme auch in einem Nährstoffmangel, der durch ein Blutbild abgeklärt werden sollte.
Wann ist der Tierarzt gefragt? Probleme und Auffälligkeiten
Obwohl die Rosse ein natürlicher Prozess ist, können manchmal Probleme auftreten, die eine tierärztliche Abklärung erfordern. Es ist entscheidend, zwischen normalem, wenn auch anstrengendem Rosseverhalten und echten Schmerzanzeichen oder pathologischen Zuständen unterscheiden zu können. Zögere niemals, professionellen Rat einzuholen, wenn du dir unsicher bist.
Anzeichen für schmerzhafte Rosse oder Nymphomanie
Wenn das Verhalten deiner Stute über das normale Maß an „Zickigkeit“ hinausgeht und sie Anzeichen von Schmerzen zeigt, solltest du hellhörig werden. Symptome, die auf eine schmerzhafte Rosse (oft fälschlicherweise als Nymphomanie bezeichnet) hindeuten, sind:
- Extreme Aggressivität gegenüber Menschen oder anderen Pferden
- Starke, kolikartige Symptome während der Rosse
- Übermäßiges Schlagen gegen die Boxenwand oder nach dem Reiterbein
- Anhaltendes, schmerzhaft wirkendes Pressen
- Eine stark defensive Haltung beim Putzen oder Satteln im Bereich der Flanken und des Rückens
Solche Verhaltensweisen sind nicht normal und können auf gesundheitliche Probleme wie Eierstockzysten, Entzündungen oder in seltenen Fällen auf einen hormonproduzierenden Tumor (Granulosazelltumor) hinweisen. Eine gründliche gynäkologische Untersuchung durch einen Tierarzt ist hier unerlässlich.
Zyklusmanipulation: Wann ist sie sinnvoll?
In bestimmten Fällen, insbesondere im Hochleistungssport oder in der Zucht, kann es erwünscht sein, den Zyklus der Stute zu steuern. Dies geschieht in der Regel durch die Gabe von Hormonpräparaten, wie zum Beispiel dem Progesteron-Analogon Altrenogest (bekannt unter Handelsnamen wie Regumate®). Diese Medikamente unterdrücken die Rosse, indem sie dem Körper eine Trächtigkeit vortäuschen.
Eine solche Zyklusmanipulation ist ein erheblicher Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt und sollte niemals leichtfertig oder ohne klare medizinische Indikation erfolgen. Sie kann sinnvoll sein, um Stuten mit schmerzhaften Rossen zu helfen oder um die Leistung von Sportpferden auf höchstem Niveau zu stabilisieren. Die Entscheidung für oder gegen eine solche Behandlung gehört ausschließlich in die Hände eines erfahrenen Tierarztes und sollte sorgfältig abgewogen werden.
Die tierärztliche Untersuchung des Zyklus
Wenn du den Verdacht hast, dass mit dem Zyklus deiner Stute etwas nicht stimmt, oder wenn du für Zuchtzwecke den genauen Status wissen musst, ist eine tierärztliche Untersuchung der einzige verlässliche Weg. Der Tierarzt kann durch eine rektale Untersuchung die Eierstöcke und die Gebärmutter abtasten.
Mithilfe eines Ultraschallgeräts kann er die Strukturen noch genauer beurteilen. Er sieht die Größe und Anzahl der Follikel auf den Eierstöcken, kann einen bevorstehenden Eisprung erkennen und die Anwesenheit eines Gelbkörpers bestätigen. Zudem kann er die Gebärmutterschleimhaut beurteilen und Flüssigkeitsansammlungen oder andere Anomalien feststellen. Diese Untersuchung liefert ein klares Bild davon, wo im Zyklus sich deine Stute befindet und ob alles im gesunden Rahmen verläuft.
Wichtige Hinweise
Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen immer einen qualifizierten Arzt. Ändern Sie niemals eigenständig Ihre Medikation oder Behandlung.
Unsere Bewertungskriterien: Bewertungen basieren auf sorgfältiger Recherche und verfügbaren Informationen. Bitte beachten Sie, dass Ergebnisse und Erfahrungen individuell variieren können und sich Produkteigenschaften ändern können.
Affiliate-Links & Haftung: Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Bei Käufen über diese Links erhalten wir eine Provision. Unsere Bewertungen bleiben unabhängig. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden durch die Nutzung der bereitgestellten Informationen.




