Du möchtest Deinem Pferd gerne eine besondere Freude machen, aber auf Getreide in den Leckerlis lieber verzichten? Verständlich, denn nicht jedes Pferd verträgt Getreide gut, oder es passt vielleicht gerade nicht zur aktuellen Fütterungsstrategie. Selbstgemachte Leckerlis bieten Dir die volle Kontrolle darüber, was Dein Pferd bekommt – keine versteckten Zucker, keine unnötigen Füllstoffe und eben auch kein Getreide, wenn Du das möchtest. Hier findest Du nicht nur ein super einfaches Grundrezept, das Du nach Lust und Laune abwandeln kannst, sondern auch jede Menge Hintergrundwissen und praktische Tipps. Wir schauen uns genau an, welche Zutaten sich eignen, wie Du die perfekte Konsistenz hinbekommst, wie lange die Leckerlis haltbar sind und wie Du sie am besten lagerst. So kannst Du sicher sein, dass Du Deinem vierbeinigen Freund eine wirklich passende und schmackhafte Belohnung bietest.
Auf einen Blick: Getreidefreie Leckerlis für Dein Pferd
Dieser Beitrag versorgt Dich mit allem Nötigen, um leckere und gesunde Pferdeleckerlis ohne Getreide selbst herzustellen. Du lernst die besten Zutaten kennen, die als Alternative zu Hafer, Mais, Gerste & Co. dienen können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf natürlichen Komponenten wie Gemüse, Obst (in Maßen!), Kräutern und ausgewählten Samen. Du erhältst ein flexibles Grundrezept, das als Basis für Deine eigenen Kreationen dient. Wir gehen detailliert auf die Zubereitung ein: Wie vermeidest Du, dass die Leckerlis zerbröseln? Welche Temperatur und Backzeit sind ideal? Was ist der Unterschied zwischen Backen und Trocknen im Ofen? Auch die korrekte Lagerung und Haltbarkeit sind wichtige Themen, damit Deine selbstgemachten Köstlichkeiten lange frisch und sicher für Dein Pferd bleiben. Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Einfaches Grundrezept: Eine solide Basis für getreidefreie Pferdeleckerlis.
- Zutaten-Check: Geeignete Gemüse, Obstsorten, Kräuter und Samen als Getreideersatz.
- Zubereitungs-Know-how: Tipps für die richtige Teigkonsistenz und Formgebung.
- Backen oder Trocknen: Unterschiede, Vor- und Nachteile erklärt.
- Haltbarkeit & Lagerung: So bleiben Deine Leckerlis lange frisch und sicher.
- Variations-Ideen: Anregungen für individuelle Geschmacksrichtungen.
Das Grundrezept: Einfach, schnell & getreidefrei
Dieses Rezept ist bewusst simpel gehalten und lässt sich wunderbar anpassen. Es bildet die Basis für Deine getreidefreien Kreationen. Die Mengenangaben sind Richtwerte, da die Feuchtigkeit der Zutaten (vor allem bei Obst und Gemüse) variieren kann. Zutaten:
- Ca. 250 g geraspeltes Gemüse (z.B. Karotten, Rote Bete, Pastinake – oder eine Mischung)
- Ca. 100 g Apfelmus (ungesüßt!) oder eine zerdrückte Banane (wirkt als Bindemittel)
- Ca. 50 g gemahlene Leinsamen oder Flohsamenschalen (als Bindemittel und für die Verdauung)
- Ca. 50 g Sonnenblumenkerne (geschält) oder Kürbiskerne (optional, für etwas Biss)
- Eine Handvoll gehackte Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie, Pfefferminze, Kamille – getrocknet oder frisch)
- Bei Bedarf etwas Wasser oder Kräutertee (lauwarm), um die Konsistenz anzupassen
Zubereitung:
1. Vorbereiten: Heize Deinen Backofen auf ca. 130°C Ober-/Unterhitze vor oder stelle Deinen Dörrautomaten bereit. Lege ein Backblech mit Backpapier aus. Wenn Du frisches Gemüse verwendest, wasche es gründlich und rasple es sehr fein. Je feiner es ist, desto besser hält der Teig zusammen.
2. Mischen: Gib das geraspelte Gemüse, das Apfelmus oder die zerdrückte Banane, die gemahlenen Leinsamen oder Flohsamenschalen, die Sonnenblumenkerne (falls verwendet) und die gehackten Kräuter in eine Schüssel.
3. Kneten: Vermische alle Zutaten gründlich mit den Händen oder einem Löffel. Es sollte ein fester, leicht klebriger Teig entstehen, der sich gut formen lässt. Ist der Teig zu trocken, gib teelöffelweise etwas Wasser oder lauwarmen Kräutertee hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ist er zu feucht, füge noch etwas mehr gemahlene Leinsamen oder Flohsamenschalen hinzu. Wichtig: Flohsamenschalen quellen stark nach, gib Flüssigkeit also nur vorsichtig dazu!
4. Formen: Forme aus dem Teig kleine Kugeln, flache Taler oder stich mit kleinen Ausstechformen Figuren aus. Achte darauf, dass die Leckerlis nicht zu dick sind (ca. 0,5 – 1 cm), damit sie gut durchtrocknen können. Je gleichmäßiger die Größe, desto gleichmäßiger das Back-/Trockenergebnis.
5. Backen/Trocknen: Verteile die geformten Leckerlis auf dem vorbereiteten Backblech.
* Im Backofen: Schiebe das Blech in den vorgeheizten Ofen. Backe die Leckerlis für ca. 45-60 Minuten bei 130°C. Reduziere dann die Temperatur auf ca. 80-100°C und lasse sie bei leicht geöffneter Ofentür (klemm einen Holzlöffel dazwischen) für weitere 1-2 Stunden (oder länger, je nach Dicke) nachtrocknen. Sie müssen wirklich hart und komplett durchgetrocknet sein. * Im Dörrautomaten: Verteile die Leckerlis auf den Gittern des Dörrgeräts und trockne sie bei ca. 50-60°C für mehrere Stunden (oft 6-10 Stunden, je nach Gerät und Dicke der Leckerlis), bis sie steinhart sind.
6. Auskühlen lassen: Lasse die fertigen Leckerlis vollständig auf einem Gitter auskühlen, bevor Du sie verpackst. Restwärme bedeutet auch Restfeuchtigkeit! Dieses Grundrezept ist Dein Startpunkt. Im nächsten Abschnitt schauen wir uns genauer an, welche Zutaten Du verwenden kannst und worauf Du achten solltest.
Geeignete Zutaten für getreidefreie Leckerlis: Was darf rein?
Die Auswahl an getreidefreien Zutaten für Pferdeleckerlis ist größer, als Du vielleicht denkst. Wichtig ist, dass Du nur Zutaten verwendest, die für Pferde unbedenklich sind und gut vertragen werden. Gemüse als Basis: Gemüse bildet oft die Hauptmasse der getreidefreien Leckerlis. Es liefert Vitamine, Mineralstoffe und Rohfaser.
- Karotten: Der Klassiker schlechthin. Reich an Beta-Carotin, süßlich im Geschmack und meist sehr beliebt. Am besten fein geraspelt verwenden.
- Rote Bete: Bringt Farbe ins Spiel und liefert wertvolle Inhaltsstoffe. Kann roh oder vorgegart (ungewürzt!) und geraspelt verwendet werden. Achtung: Kann stark färben!
- Pastinaken & Petersilienwurzel: Aromatische Alternativen zur Karotte, gut verträglich. Ebenfalls fein geraspelt.
- Sellerie (Knolle oder Stange): In Maßen eine gute Ergänzung, liefert Mineralstoffe. Fein geraspelt oder gehackt.
- Zucchini & Kürbis (Hokkaido, Butternut): Wasserreich, daher eher in kleineren Mengen oder gut ausgedrückt verwenden, damit der Teig nicht zu nass wird. Kürbis am besten gedünstet und püriert.
Obst für Geschmack und Bindung (in Maßen!): Obst liefert natürliche Süße und kann helfen, den Teig zu binden. Aufgrund des Zuckergehalts sollte es jedoch nur in begrenzten Mengen eingesetzt werden.
- Äpfel: Geraspelt oder als ungesüßtes Apfelmus eine tolle Zutat.
- Bananen: Sehr reife Bananen sind ein hervorragendes Bindemittel und liefern Kalium. Aufgrund des hohen Zuckergehalts sparsam verwenden.
- Birnen: Ähnlich wie Äpfel, gut verträglich.
- Hagebutten (gemahlen oder ganz): Reich an Vitamin C, besonders im Winter beliebt. Gemahlene Hagebutten können auch etwas zur Bindung beitragen.
Samen und Kerne für Struktur und Inhaltsstoffe: Sie liefern gesunde Fette, Proteine und Ballaststoffe.
- Leinsamen (geschrotet oder gemahlen): Sehr beliebt wegen der Schleimstoffe, die gut für die Verdauung sind. Am besten frisch geschrotet oder gemahlen verwenden. Sie wirken auch als gutes Bindemittel, wenn sie etwas quellen können.
- Sonnenblumenkerne (geschält): Liefern Energie und ungesättigte Fettsäuren. Im Ganzen oder grob gehackt für etwas Biss.
- Kürbiskerne: Reich an Magnesium und Zink.
- Flohsamenschalen: Ein exzellentes Bindemittel! Sie können ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser binden und sorgen für einen gut formbaren Teig. Nur kleine Mengen nötig!
- Chiasamen: Ähnlich wie Leinsamen und Flohsamenschalen quellen sie stark und binden gut. Am besten kurz in Wasser vorquellen lassen.
Kräuter für Geschmack und Wohlbefinden: Kräuter bringen Abwechslung und können positive Effekte haben.
- Pfefferminze: Oft sehr beliebt, kann die Atemwege unterstützen.
- Kamille: Bekannt für ihre beruhigenden Eigenschaften.
- Petersilie: Reich an Vitamin C.
- Brennnessel (getrocknet): Mineralstoffreich.
- Thymian, Rosmarin, Salbei: In kleinen Mengen als Aromaträger.
Was Du meiden solltest:
- Getreide: Hafer, Gerste, Weizen, Mais, Dinkel, Roggen etc. (darum geht es ja hier).
- Zucker und Sirup: Absolut unnötig und ungesund für Pferde.
- Milchprodukte: Pferde sind laktoseintolerant.
- Schokolade & Kakao: Giftig für Pferde!
- Avocado: Giftig für Pferde!
- Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Lauch, Knoblauch): In größeren Mengen problematisch bis giftig.
- Rohe Kartoffeln, Tomaten, Auberginen (Nachtschattengewächse): Enthalten Solanin.
- Zu viel Salz oder künstliche Zusatzstoffe.
Achte immer darauf, nur Zutaten zu verwenden, von denen Du sicher weißt, dass sie für Pferde geeignet sind. Im Zweifel lieber weglassen oder recherchieren.
Worauf Du bei der Zubereitung achten solltest: Tipps für perfekte Leckerlis
Die Zubereitung von getreidefreien Leckerlis ist kein Hexenwerk, aber ein paar Punkte helfen Dir, ein optimales Ergebnis zu erzielen – also feste, haltbare und natürlich leckere Belohnungen. Die richtige Konsistenz des Teiges: Das A und O ist ein Teig, der weder zu feucht noch zu trocken ist.
- Zu feucht: Ist der Teig zu nass (passiert leicht bei wasserreichem Gemüse wie Zucchini oder wenn Du zu viel Flüssigkeit zugegeben hast), lassen sich die Leckerlis schlecht formen, zerlaufen auf dem Blech und brauchen ewig zum Trocknen. Lösung: Füge mehr bindende Zutaten hinzu, wie gemahlene Leinsamen, Flohsamenschalen (vorsichtig dosieren!) oder auch etwas Kokosmehl (ist getreidefrei und saugt gut).
- Zu trocken: Ist der Teig bröselig und hält nicht zusammen, fehlt Bindung oder Feuchtigkeit. Lösung: Gib teelöffelweise (!) lauwarmes Wasser, ungesüßten Kräutertee oder etwas mehr Apfelmus/Banane hinzu, bis der Teig formbar wird. Knete ihn gut durch.
- Die Rolle der Binder: Zutaten wie Flohsamenschalen, gemahlene Leinsamen oder Chiasamen sind entscheidend. Sie quellen mit Flüssigkeit auf und bilden eine Art Gel, das die anderen Zutaten zusammenhält – quasi der „Kleber“ im getreidefreien Teig. Auch pürierte Banane oder Apfelmus tragen zur Bindung bei.
Formgebung – Gleichmäßigkeit ist Trumpf: Egal ob Kugeln, Taler oder ausgestochene Formen – versuche, die Leckerlis möglichst gleichmäßig dick zu machen.
- Dicke: Ideal ist eine Dicke von etwa 0,5 bis maximal 1 cm. Dünnere Leckerlis trocknen schneller und gründlicher durch. Zu dicke Leckerlis bleiben innen leicht feucht, was die Haltbarkeit drastisch reduziert.
- Größe: Wähle eine Größe, die für Dein Pferd angenehm ist. Kleine Leckerlis eignen sich gut fürs Training.
- Techniken: Du kannst den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen und dann Formen ausstechen oder in Streifen schneiden. Oder Du formst kleine Kugeln und drückst sie leicht flach.
Backen vs. Trocknen – Der Weg zum haltbaren Leckerli: Das Ziel ist immer, den Leckerlis so viel Feuchtigkeit wie möglich zu entziehen, um sie haltbar zu machen.
- Backen bei höherer Temperatur (z.B. 130-150°C): Geht schneller, die Leckerlis bekommen eine etwas festere Kruste. Nachteil: Hitzeempfindliche Vitamine können teilweise verloren gehen. Wichtig ist hier das anschließende Nachtrocknen bei niedriger Temperatur (siehe Rezept).
- Trocknen/Dörren bei niedriger Temperatur (50-80°C): Dauert deutlich länger, ist aber schonender für die Inhaltsstoffe. Ideal ist ein Dörrautomat, aber auch im Backofen bei leicht geöffneter Tür (Holzlöffel einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann!) funktioniert es gut. Die Leckerlis werden hierbei oft sehr hart und sind lange haltbar.
- Der Klopftest: Fertige Leckerlis sollten sich hart anfühlen und beim Klopfen „hohl“ klingen. Wenn sie sich noch weich oder nachgiebig anfühlen, brauchen sie mehr Zeit im Ofen oder Dörrgerät. Zweifle nicht, sie länger drin zu lassen als gedacht – Restfeuchte ist der Hauptgrund für Schimmel!
Geduld beim Trocknen ist hier wirklich entscheidend. Lieber eine Stunde länger bei niedriger Temperatur als später verschimmelte Leckerlis wegwerfen zu müssen.
Haltbarkeit und richtige Lagerung: Damit nichts verdirbt
Selbstgemachte Leckerlis enthalten keine künstlichen Konservierungsstoffe. Ihre Haltbarkeit hängt daher maßgeblich von zwei Faktoren ab: dem Restfeuchtegehalt und der Lagerung. Der entscheidende Faktor: Restfeuchte Je trockener das Leckerli, desto länger ist es haltbar. Feuchtigkeit ist der Nährboden für Schimmel und Bakterien.
- Gründliches Durchtrocknen: Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, ist das A und O, die Leckerlis wirklich komplett durchzutrocknen. Sie müssen sich hart anfühlen, nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im Kern. Breche zur Probe ruhig mal ein Leckerli durch, nachdem es vollständig ausgekühlt ist. Wirkt es innen noch leicht feucht oder „kuchig“? Dann muss es nochmal nachtrocknen.
- Vollständiges Auskühlen: Lasse die Leckerlis nach dem Backen/Trocknen unbedingt mehrere Stunden, am besten über Nacht, auf einem Gitter offen an der Luft auskühlen. Verpackst Du sie zu früh, kondensiert die Restwärme und Feuchtigkeit im Behälter – Schimmelgefahr!
Die richtige Lagerung: Kühl, trocken und luftig Sobald die Leckerlis steinhart und komplett ausgekühlt sind, kommt es auf die Verpackung und den Lagerort an.
- Luftdurchlässige Behälter: Ideal für sehr gut durchgetrocknete Leckerlis sind Papiertüten, Jutesäckchen oder offene Dosen/Gläser an einem trockenen Ort. So kann eventuell noch vorhandene minimale Restfeuchte entweichen.
- Luftdichte Behälter: Wenn Du absolut sicher bist, dass die Leckerlis knochentrocken sind (vor allem nach dem Dörren), kannst Du sie auch in luftdichten Dosen oder Gläsern lagern. Das schützt sie vor Luftfeuchtigkeit von außen. Bei Unsicherheit ist aber luftdurchlässig besser.
- Lagerort: Wähle einen kühlen, trockenen und dunklen Ort. Eine Speisekammer oder ein sauberer Schrank im Haus eignen sich gut. Die Sattelkammer ist oft nur geeignet, wenn sie wirklich trocken und gut belüftet ist – viele Sattelkammern neigen zu Feuchtigkeit. Im Sommer kann auch der Kühlschrank eine Option sein, achte aber auf Kondenswasserbildung beim Herausnehmen.
- Regelmäßige Kontrolle: Schau immer mal wieder nach Deinen Vorräten. Riechen die Leckerlis muffig? Siehst Du weiße oder grüne Flecken (Schimmel)? Dann entsorge sie bitte sofort komplett! Nicht nur die befallenen Stücke, sondern die ganze Charge, da sich Schimmelsporen unsichtbar verteilen können.
Wie lange sind sie haltbar? Das ist schwer pauschal zu sagen, da es stark von den Zutaten und dem Trocknungsgrad abhängt.
- Sehr gut durchgetrocknete (gedörrte) Leckerlis: Können bei optimaler Lagerung mehrere Wochen bis wenige Monate halten.
- Gebackene und nachgetrocknete Leckerlis: Halten oft ca. 1-3 Wochen, je nach Trocknungsgrad.
- Leckerlis mit höherem Obst-/Bananenanteil: Sind tendenziell etwas anfälliger und sollten schneller verbraucht werden.
Verlasse Dich auf Deine Sinne: Sehen, Riechen, Fühlen. Im Zweifel lieber eine kleinere Menge frisch zubereiten.
Kreative Variationen für Abwechslung im Futtertrog
Das Schöne am Selbermachen ist die Freiheit, zu experimentieren und die Leckerlis genau auf den Geschmack Deines Pferdes abzustimmen. Das Grundrezept bietet dafür die perfekte Basis. Hier ein paar Ideen, wie Du für Abwechslung sorgen kannst: Mit Kräutern experimentieren: Pferde haben oft klare Vorlieben bei Kräutern.
- Für Feinschmecker: Füge eine Prise getrocknete Pfefferminze, Kamillenblüten oder Fenchelsamen hinzu.
- Für den Winter: Gemahlene Hagebutten (Vitamin C) oder getrocknete Brennnesselblätter (Mineralstoffe) sind eine tolle Ergänzung.
- Mediterran (in Maßen): Ein Hauch Thymian oder Rosmarin kann interessant sein, aber sei sparsam, da sie sehr intensiv sind.
Gemüse und Obst variieren: Tausche Teile des Basisgemüses oder -obstes aus.
- Farbenspiel: Kombiniere Karotten mit Roter Bete für intensiv gefärbte Leckerlis.
- Saisonale Anpassung: Verwende im Herbst Kürbispüree statt Apfelmus oder füge kleine Mengen fein geraspelten Fenchel hinzu.
- Beeren-Power (wenig!): Einige wenige getrocknete, ungesüßte Cranberries oder Aroniabeeren können für eine interessante Note sorgen – aber wirklich nur sehr sparsam wegen des Zucker- und Säuregehalts.
Samen und Nüsse für den Crunch:
- Textur hinzufügen: Ganze Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne geben einen schönen Biss.
- Alternative Binder: Probiere Chiasamen (vorgequollen) als Alternative oder Ergänzung zu Leinsamen/Flohsamenschalen.
- Kokosflocken (ungesüßt): Kleine Mengen können ebenfalls für Geschmack und etwas Bindung sorgen.
Formen und Größen ändern:
- Trainings-Leckerlis: Mache die Leckerlis extra klein, damit Du im Training öfter belohnen kannst.
- Besondere Anlässe: Nutze kleine Ausstechformen (z.B. Herzen, Sterne) für spezielle Belohnungen.
- Stangen oder Sticks: Rolle den Teig zu dünnen Stangen, die gut durchtrocknen.
Wichtige Hinweise beim Variieren:
- Langsam an Neues gewöhnen: Führe neue Zutaten immer nur einzeln und in kleinen Mengen ein, um zu sehen, ob Dein Pferd sie gut verträgt und mag.
- Verträglichkeit prüfen: Informiere Dich immer, ob eine Zutat für Pferde sicher ist, bevor Du sie verwendest. Nicht alles, was für uns Menschen gesund ist, ist auch für Pferde geeignet!
- Zuckergehalt im Auge behalten: Auch wenn es natürlicher Fruchtzucker ist – zu viel davon ist nicht ideal. Sei besonders bei Obst sparsam.
- Bindung anpassen: Wenn Du Zutaten austauschst (z.B. sehr wasserreiches Gemüse verwendest), musst Du eventuell die Menge der Bindemittel (Flohsamenschalen, Leinsamen) anpassen, um die richtige Teigkonsistenz zu erreichen.
Sei kreativ und finde heraus, was Deinem Pferd am besten schmeckt! Selbstgemachte, getreidefreie Leckerlis sind eine wunderbare Möglichkeit, Deinem Pferd eine individuelle und gesunde Freude zu bereiten. Viel Spaß beim Ausprobieren!
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