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Träumst du davon, mit deinem Pferd neue Wege zu erkunden und über endlose Wiesen zu galoppieren? Wanderreiten ist mehr als nur ein Ausritt – es ist ein gemeinsames Abenteuer, das eure Bindung stärkt. Wir zeigen dir, wie du deine erste Reitreise planst, welche Ausrüstung ihr wirklich braucht und wie ihr sicher an den schönsten Orten der Welt unterwegs seid.

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Träumst du vom Urlaub mit deinem Pferd? Unser Ratgeber hilft dir bei der Planung: von der Unterkunftssuche über den sicheren Transport bis zur ultimativen Packliste.
Der Gedanke, mit dem eigenen Pferd durch malerische Landschaften zu reiten, ist für viele Reiter der Inbegriff von Freiheit. Doch bevor du dich in den Sattel schwingst, ist eine sorgfältige Planung das A und O. Gerade für Einsteiger ist es ratsam, klein anzufangen. Beginne mit ausgedehnten Tagesritten in deiner Umgebung, um dich und dein Pferd an längere Strecken zu gewöhnen. So könnt ihr testen, wie eure Ausrüstung sitzt, wie die Kondition deines Pferdes ist und wie ihr als Team unter Belastung funktioniert, ohne gleich eine Übernachtung organisieren zu müssen.
Wenn die Tagesritte gut klappen, kannst du den nächsten Schritt wagen: den ersten mehrtägigen Ritt. Die Kernpunkte der Planung sind hier die Route, die Dauer und die Unterkünfte. Lege Etappen fest, die für die Kondition deines Pferdes realistisch sind – weniger ist hier oft mehr. Recherchiere im Voraus nach Wanderreitstationen oder pferdefreundlichen Höfen entlang deiner Strecke. Kläre unbedingt ab, ob Gastboxen, Paddocks und ausreichend Futter sowie Wasser zur Verfügung stehen. Eine gute Planung der Versorgung ist entscheidend für das Wohlbefinden deines Pferdes und den Erfolg eures Abenteuers.
Eine grundlegende Entscheidung ist, ob du den Ritt selbst organisierst oder an einer geführten Tour teilnimmst. Für Anfänger im Wanderreiten bietet eine geführte Reise enorme Vorteile: Der Guide kennt die Strecke, kümmert sich um die Organisation der Unterkünfte und kann bei Problemen sofort helfen. Das gibt dir Sicherheit und du kannst dich voll auf das Erlebnis konzentrieren. Wer bereits Erfahrung hat und die absolute Freiheit liebt, kann sein Abenteuer komplett eigenständig planen. Dies erfordert zwar mehr Vorbereitungsaufwand, ermöglicht aber maximale Flexibilität bei der Routen- und Zeitgestaltung.
Die richtige Ausrüstung ist entscheidend für Komfort und Sicherheit beim Reisen und Wanderreiten. Das absolut wichtigste Ausrüstungsstück ist der Sattel. Ein schlecht sitzender Sattel kann bei langen Ritten schnell zu schmerzhaften Druck- und Scheuerstellen führen und die gesamte Tour gefährden. Investiere in einen gut angepassten Wanderreitsattel, der sowohl für dein Pferd als auch für dich bequem ist. Er sollte über genügend Befestigungsmöglichkeiten für Packtaschen verfügen, in denen du dein Gepäck verstauen kannst. Achte darauf, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und nur das Nötigste mitzunehmen, um den Pferderücken zu schonen.
Auch deine persönliche Ausrüstung sollte funktional und bequem sein. Ein gut sitzender Reithelm ist selbstverständlich und nicht verhandelbar. Trage bequeme Reitkleidung, die für lange Stunden im Sattel geeignet ist, und feste, knöchelhohe Schuhe. Denke an wetterfeste Kleidung, denn das Wetter kann sich schnell ändern. Zur Navigation solltest du dich nicht allein auf dein Smartphone verlassen. Nimm zusätzlich eine klassische Wanderkarte der Region und einen Kompass mit oder nutze ein robustes GPS-Gerät mit einer guten Akkulaufzeit und einer Powerbank.
Für dein Pferd gibt es ebenfalls eine Packliste. Neben dem Zaumzeug gehört ein stabiles Halfter mit Führstrick ins Gepäck. Ein Hufkratzer ist Pflicht, idealerweise ein Multitool, das auch kleine Reparaturen am Lederzeug ermöglicht. Ein kompaktes Erste-Hilfe-Set für das Pferd mit Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und einer Zeckenzange kann im Notfall Gold wert sein. Je nach Hufschutz deines Pferdes können auch Hufschuhe als Ersatz oder bei empfindlichen Sohlen eine sinnvolle Ergänzung sein. Hier eine kleine Checkliste für das Nötigste:
Nicht jedes Pferd ist automatisch für die Belastungen eines mehrtägigen Wanderritts geeignet. Die wichtigste Voraussetzung ist eine solide Grundgesundheit. Dein Pferd sollte lahmfrei sein, eine gesunde Atmung haben und keine chronischen Rückenprobleme aufweisen. Gesunde, gepflegte Hufe sind das Fundament für lange Strecken. Vor der ersten großen Tour ist ein Check-up beim Tierarzt empfehlenswert, um sicherzustellen, dass dein Pferd den bevorstehenden Anstrengungen gewachsen ist. Auch die Zähne sollten kontrolliert sein, damit die Futteraufnahme unterwegs problemlos klappt.
Ein Wanderritt ist ein Marathon, kein Sprint. Daher ist ein gezieltes Konditionstraining unerlässlich. Steigere die Dauer und Intensität eurer Ausritte über mehrere Wochen und Monate langsam und kontinuierlich. Baue gezielt längere Trab- und Galoppstrecken ein, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Besonders wichtig ist das Training auf unterschiedlichem Terrain. Reite regelmäßig an Steigungen, um die Muskulatur zu kräftigen, und übe das sichere Durchqueren von Bächen oder das Reiten auf verschiedenen Bodenbelägen. So bereitest du dein Pferd optimal auf die Herausforderungen vor, die euch unterwegs erwarten könnten.
Neben der körperlichen Fitness ist die mentale Stärke deines Pferdes, die sogenannte Gelassenheit, von entscheidender Bedeutung. Ein gutes Wanderreitpferd bleibt auch in ungewohnten Situationen ruhig und vertraut seinem Reiter. Es sollte nicht bei jedem flatternden Blatt oder entgegenkommenden Mountainbiker in Panik geraten. Diese Gelassenheit kannst du trainieren. Integriere gezieltes Gelassenheitstraining in euren Alltag, konfrontiere dein Pferd kontrolliert mit neuen Reizen wie Planen, Regenschirmen oder lauten Geräuschen und belohne es für ruhiges Verhalten. Eine starke Vertrauensbasis ist die beste Lebensversicherung auf einem Wanderritt.
Sicherheit beim Reisen und Wanderreiten beginnt lange vor dem eigentlichen Ritt. Eine detaillierte Routenplanung ist dein wichtigstes Sicherheitsnetz. Informiere dich über den Zustand der Wege, mögliche Gefahrenstellen wie stark befahrene Straßen oder Jagdgebiete und prüfe die aktuelle Wettervorhersage. Hinterlasse deine geplante Route und die voraussichtliche Ankunftszeit immer bei einer Kontaktperson am Boden. So weiß jemand Bescheid, wo du bist, falls du dich nicht zur vereinbarten Zeit meldest. Das Tragen von Kleidung in Signalfarben erhöht zudem deine Sichtbarkeit für andere.
Unterwegs teilst du dir die Natur mit anderen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist hier das oberste Gebot. Reduziere dein Tempo, wenn du auf Wanderer, Spaziergänger oder Radfahrer triffst, und begrüße sie freundlich. Ein kurzes Gespräch signalisiert, dass dein Pferd harmlos ist, und baut Ängste ab. Halte dich an die geltenden Reitregeln und respektiere Privatgrundstücke. Hinterlasse keine Abfälle und achte darauf, die Natur so zu verlassen, wie du sie vorgefunden hast. Dies sichert nicht nur die Akzeptanz von Reitern in der Landschaft, sondern ist auch ein Zeichen des Respekts gegenüber der Umwelt.
Trotz bester Vorbereitung kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Ein Notfallplan ist daher unerlässlich. Speichere die Nummern des örtlichen Tierarztes, eines Hufschmieds und der Bergrettung (falls zutreffend) in deinem Handy. Dein Erste-Hilfe-Set sollte griffbereit sein und du solltest wissen, wie man einen Hufverband anlegt oder eine Wunde versorgt. Wenn dein Pferd sich verletzt oder lahmt, steige sofort ab und beurteile die Lage. Versuche niemals, einen Ritt mit einem verletzten oder erschöpften Pferd fortzusetzen. Die Gesundheit und das Wohl deines Pferdes haben immer oberste Priorität.